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Elf Prozent mehr Schüler als vor zehn Jahren

26.06.2019 - Die Zahl der Schüler und Schülerinnen steigt seit Jahren stetig an, die der Lehrkräfte sinkt: Das Statistische Landesamt gibt einen ernüchternden Ausblick in die Zukunft der Bildung in Sachsen-Anhalt.

  • Auf der Seiten eines Arbeitsheftes schreibt ein Mädchen. Foto: Holger Hollemann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf der Seiten eines Arbeitsheftes schreibt ein Mädchen. Foto: Holger Hollemann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Halle (dpa/sa) - Vollere Schulen, aber weniger Lehrkräfte: Im aktuellen Schuljahr sind 159 897 Schüler und Schülerinnen an einer allgemeinbildenden Schule im Land gemeldet. Das seien rund 11 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren, sagte der Präsident des Statistischen Landesamts, Michael Reichelt, am Mittwoch in Halle. Ein Grund für den Anstieg sei die stabilere Geburtenrate, hieß es. Laut Statistik wurden die meisten Kinder im Schuljahr 1994/95 unterrichtet. Damals gingen rund 392 000 Jungen und Mädchen in Sachsen-Anhalt zur Schule. Danach fiel die Zahl der Schüler bis zum Schuljahr 2008/09 kontinuierlich nach unten.

Die Zahl der Lehrkräfte ist in den vergangenen Jahren radikal eingebrochen: Wie aus den aktuellen Daten hervorgeht, gab es im vergangenen Schuljahr rund 15 400 Lehrer und Lehrerinnen im Land. Davon waren knapp zwei Drittel älter als 50 Jahre. Viele von ihnen würden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen, hieß es. Zehn Jahre zuvor gab es rund ein Fünftel mehr Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt.

Auch die Zahl der Schulen ging zurück: Im aktuellen Schuljahr 2018/19 gibt es laut Statistik 871 allgemeinbildende Schulen - davon waren am häufigsten Grundschulen. Zehn Jahre zuvor gab es 83 Schulen mehr im Land. Damit erhöhte sich auch die durchschnittliche Zahl der Schüler je Schule von 185 auf 225. Sachsen-Anhalt liege damit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 253 Kindern pro Schule, sagte Reichelt.

In den vergangenen Jahren sei besonders stark die Zahl der Schulen in freier Trägerschaft gestiegen, hieß es. Derzeit würden 9,7 Prozent aller Kinder an einer privaten Schule - wie etwa einer Waldorfschule - lernen. Vor zehn Jahren betrug der Anteil 5,8 Prozent. Dieser Trend sei in allen ostdeutschen Bundesländern zu beobachten, so Reichelt.

Jedoch gebe kaum ausländische Schüler und Schülerinnen an den privaten Schulen, sagte der Präsident der Behörde weiter. Insgesamt beträgt im aktuellen Schuljahr der Anteil der ausländischen Kinder an allen allgemeinbildenden Schulen rund 6,1 Prozent. Vor zehn Jahren waren es 1,9 Prozent.

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