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Feuerwehr: Waldbrand könnte Mittwochabend gelöscht sein

02.06.2020 - Mit Hubschraubern ist ein Waldbrand im Landkreis Harz unter Kontrolle gebracht worden. Doch die Hilfe aus der Luft ist nur bei Tageslicht möglich. Die Einsatzkräfte stehen vor einer Herausforderung.

  • Ein Löschhubschrauber der Polizei ist bei einem Waldrand an der Rosstrappe in Thale im Einsatz. Foto: ---/Polizeirevier Harz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Löschhubschrauber der Polizei ist bei einem Waldrand an der Rosstrappe in Thale im Einsatz. Foto: ---/Polizeirevier Harz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Hilfe von Löschhubschraubern ist ein Feuer in einem schwer zugänglichen Waldstück an der Rosstrappe in Thale (Landkreis Harz) unter Kontrolle gebracht worden. Es sei keine weitere Ausbreitung des Brandes zu verzeichnen, sagte Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit geht die Feuerwehr davon aus, dass der Brand Mittwochabend gelöscht sein könnte. Der Berg solle geflutet werden, damit sich keine neuen Brandherde bildeten. «Wenn wir fünf, sechs Glutnester übersehen, wird es der Wind wieder anfachen», sagte Lohse.

Am Nachmittag waren den Angaben zufolge rund 40 Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Brand zu bekämpfen. Bei Dunkelheit könnten die beiden Hubschrauber aber nicht eingesetzt werden.

«Wenn die Dunkelheit nachher einsetzt und die Hubschrauber dann abdrehen müssen, dann werden wir wieder zu der herkömmlichen Berieselung übergehen», sagte Lohse. Das Feuer war am Montagnachmittag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmorgen sagte. Löschversuche am Boden scheiterten zunächst aufgrund des unwegsamen Geländes.

Wenn die Einsatzkräfte nicht mehr aus der Luft unterstützt werden können, müsse anders vorgegangen werden. Aus höheren Lagen werde der Brandort dann mit Wasser beschossen, sagte Lohse. Für dieses Vorhaben seien dann «sicherlich» 60 bis 70 Einsatzkräfte notwendig, schätzte der Kreisbrandmeister.

Bereits am Sonntag brannte ein kleines Stück Wald an der Rosstrappe. Am Dienstagmorgen stand laut Feuerwehr eine Fläche von insgesamt 100 Mal 300 Metern in Flammen. Die Polizei teilte mit, dass sich der Brand auf eine Fläche von rund 7000 Quadratmetern erstrecke. Lohse betonte, dass es aufgrund der geografischen Gegebenheiten schwer sei, eine genaue Zahl zu nennen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

«Ich danke den Feuerwehren vor Ort für Ihren unermüdlichen Einsatz, um den Brand so schnell wie möglich zu löschen», teilte Landesumweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) mit. Zudem rief sie Wanderinnen und Wanderer zur Achtsamkeit wegen des trockenen Waldes auf. «Schon eine glimmende Zigarette kann einen Waldbrand auslösen. Bitte seien Sie vorsichtig und wachsam», so die Ministerin. Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes gilt in weiten Teilen des Landes die höchste und zweithöchste Gefahrenstufe.

Auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) dankte den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren sowie den Kräften von Landes- und Bundespolizei, die die Feuerwehr mit Hubschraubern aus der Luft unterstützt hatten.

Unterdessen haben Landespolitiker von SPD und CDU gefordert, die Feuerwehren besser auszurüsten. Unter anderem sollen mehr mobile Löschwasserbehälter beschafft werden, wie aus Mitteilungen des innenpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Rüdiger Erben, und des agrarpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion im Landtag, Guido Heuer, hervorgeht.

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