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Freiwilliges Soziales Jahr an Schulen kann starten

16.08.2019 - Ganztagsschulen in Sachsen-Anhalt mussten zum Schuljahresbeginn auf die Unterstützung von jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr verzichten. Jetzt ist der Geldhahn dafür offiziell aufgedreht - Probleme hat die Warterei aber bereits verursacht.

  • Eine Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres unterrichtet eine 3. Klasse in einer Grundschule. Foto: Arno Burgi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres unterrichtet eine 3. Klasse in einer Grundschule. Foto: Arno Burgi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), die ihren Dienst an Ganztagsschulen in Sachsen-Anhalt leisten, sehen sich in diesem Jahr mit großen Problemen konfrontiert: Anders als vorgesehen, konnten sie ihre Stellen nicht zum 1. August antreten. Bis zu dem Termin habe es noch keine Finanzierungszusage vom Bildungsministerium gegeben, wie Annemarie Walter von der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) in Magdeburg sagte. Die Verzögerung entstand nach Angaben des Bildungsministeriums durch die Bemühungen, mehr Plätze anbieten zu können und damit auch neue Träger am FSJ zu beteiligen. Nun ist klar, dass die Gelder dafür fließen.

«Es ist dabei gelungen, die Zahl der Träger zu erhöhen und das FSJ breiter aufzustellen. Gleichzeitig konnte die Zahl der FSJ-Plätze erhöht werden», so Ministeriumssprecher Stefan Thurmann. Die Zahl der Träger wurde von zwei auf vier und die der Plätze von 50 auf 60 erhöht. «Den Trägern wird umgehend der entsprechende Bescheid zu gesandt, so dass einem kurzfristigen Start nichts im Weg steht.»

«Einen festen Starttermin gibt es zwar nicht, in der Regel haben wir aber immer zu diesem Datum begonnen, damit die Teilnehmer schon Kontakt zu den Schulen aufnehmen und pünktlich zum Schuljahresbeginn einsatzbereit sind», erläuterte Walter mit Bezug auf den 1. August. Die LKJ betreut als Träger der FSJ-Projekte an Ganztagsschulen jedes Jahr etwa 25 Jugendliche, die zum Beispiel als Betreuer für Arbeitsgemeinschaften in den Schulen eingesetzt werden.

Die fehlende Finanzierungszusage habe die jungen Leute zum Teil in Schwierigkeiten etwa mit der Krankenversicherung gebracht, sagte Walter. Da sie als Teilnehmer am FSJ ein arbeitnehmerähnliches Vertragsverhältnis eingingen, müssten sie sich in der gesetzlichen Krankenversicherung selbst versichern. Dazu müssen sie sich aber rechtzeitig aus der Familienversicherung abmelden. Auch die Kindergeldkassen wollen in der Regel rechtzeitig informiert werden, wenn ein FSJ geleistet wird.

Eine weitere Schwierigkeit könnte sich für Jugendliche ergeben, die im Anschluss an das FSJ eine Ausbildung etwa als Erzieher machen wollten. Dort sei häufig ein vorausgehendes zwölfmonatiges Praktikum in einer entsprechenden Einrichtung Zugangsvoraussetzung. «Wir wissen aber nicht, ob wir eine Zusage zur Kostenübernahme für elf oder zwölf Monate bekommen», sagte Walter. Für die betroffenen Jugendlichen könne dies darauf hinauslaufen, dass sie sich um einen weiteren Praktikumsmonat bemühen müssten.

Ein Vertreter des Landeselternrates Sachsen-Anhalt sagte der Deutschen Presse-Agentur, die FSJ-Teilnehmer würden sich «wie der letzte Dreck behandelt fühlen.» Zugleich warf er dem Ministerium die Verschwendung von Steuermitteln vor, wenn die Jugendlichen weniger als zwölf Monate im FSJ ableisten und damit die vorgeschriebene Praktikumszeit nicht nachweisen könnten.

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