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Gewerkschaft fordert frühe Corona-Impfung für Lehrkräfte

26.02.2021 - Vor dem Schulstart hat sich die Lehrer-Gewerkschaft GEW dafür ausgesprochen, nicht nur Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen gegen Corona zu impfen. Auch an weiterführenden Schulen seien Kollegen nah an den Schülerinnen und Schülern dran und hätten bis auf Masken und Lüften keine Schutzmöglichkeiten, sagte GEW-Landeschefin Eva Gerth der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Gewerkschaft meldeten sich viele besorgte Kollegeinnen und Kollegen, die sich wegen des Schulstarts um ihre Gesundheit sorgten. Positiv sei, dass es Schnelltests für das gesamte schulische Personal gebe. Nächstes Ziel müsse es sein, auch für die Schülerinnen und Schüler solche Angebote zu organisieren.

  • Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zuvor hatte bereits der Landesschülerrat gefordert, schnellstmöglich flächendeckende Corona-Schnelltests für die Kinder und Jugendlichen anzubieten. «Viele gehen schon mit einem mulmigen Gefühl in die Schule», sagte der Chef des Gremiums, Felix Schopf.

Sobald es Angebote gebe, die für Minderjährige zum Selbstgebrauch zugelassen seien, werde es entsprechende Angebote geben, hieß es vom Bildungsministerium. Am Mittwoch waren die ersten drei Schnelltests für den Eigengebrauch ohne geschultes Personal zugelassen worden.

Bisher sei dem Gesundheitsministerium nicht bekannt, ob die jetzt zugelassenen Tests von Kindern und Jugendlichen angewendet werden könnten, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Zudem seien die Kits derzeit noch nicht lieferbar. Nach einer Bestellung sei mit einer Lieferzeit von 14 Tagen zu rechnen.

Am Montag endet überall außer im besonders belasteten Burgenlandkreis der monatelange Notbetrieb und es gibt wieder Präsenzunterricht für alle Klassenstufen. An Grundschulen lernen die Klassen in festen Räumen mit fest zugeteilten Lehrkräften. Zudem wird die Präsenzpflicht aufgehoben. Ältere Jahrgänge werden in Gruppen geteilt und lernen abwechselnd in der Schule und mit Aufgaben zuhause.

Mit Blick auf den hochfahrenden Schulbetrieb hatte der Bund zuletzt Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in der Impfreihenfolge vorgezogen. Im Jerichower Land werden am Freitag die ersten Impftermine für diese Gruppe angeboten.

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