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Glücksspielaufsicht prüft Erkenntnisse zu Lotto-Einsätzen

27.01.2020 - Magdeburg (dpa/sa) - Neue Erkenntnisse zu ungewöhnlich hohen Spieleinsätzen haben die oberste Glücksspielaufsicht in Sachsen-Anhalt auf den Plan gerufen. Eine seit vorigem Sommer laufende Prüfung zu möglichen Verstößen gegen die Regeln zum Glücksspiel sowie zur Geldwäsche wurden intensiviert, wie ein Sprecher des zuständigen Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Landeslottogesellschaft habe den Prüfern am Montag entsprechende Unterlagen zu den Vorgängen ausgehändigt. Wann die Prüfungen abgeschlossen werden können, ist unklar.

  • Es wird ein Lottoschein ausgefüllt. Foto: Inga Kjer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Es wird ein Lottoschein ausgefüllt. Foto: Inga Kjer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Konkret geht es um Erkenntnisse des Lotto-Untersuchungsausschusses im Landtag, die in den vergangenen Tagen öffentlich wurden. Demnach fielen im Jahr 2017 erstmals hohe Spieleinsätze bei der Sportwette Oddset im Raum Zerbst. Dabei wurden neun Spieler identifiziert, die binnen eines halben Jahres mehr als 100 000 Euro eingesetzt hätten. Bei Oddset wird auf den Ausgang von Fußballspielen gesetzt. Besonders auffällig war die Umsatzentwicklung eines Lottoladens in Zerbst, nachdem dort die Inhaberin gewechselt hatte.

Lotto Sachsen-Anhalt hatte die Vorgänge nach eigenen Angaben wie vorgesehen an eine Zentralstelle gemeldet. Kriminelles Verhalten ist den Angaben zufolge bisher nicht belegt. Woher das Geld für die hohen Einsätze stammt, ist laut Zeugenaussagen von Lotto-Mitarbeitern bisher nicht geklärt.

Der Vorsitzende des U-Ausschusses, Andreas Steppuhn (SPD), hatte im Anschluss an die Zeugenbefragungen gesagt, er erwarte, dass das Innenministerium als Aufsichtsbehörde ebenso aktiv werde wie die Staatsanwaltschaft, um die Vorgänge zu erhellen und aufzuklären.

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