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Grimm-Benne: Land besetzt zusätzliche Azubi-Stellen

21.08.2020 - Vor einem Jahr besiegeln Sachsen-Anhalt und der Bund das sogenannte Gute-Kita-Gesetz. Damit soll die Qualität an den Kitas besser werden - auch durch mehr Nachwuchskräfte. Klappt das?

  • Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, spricht im Landtag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, spricht im Landtag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen-Anhalt hat mehr als 150 zusätzliche Ausbildungsplätze für angehende Kita-Erzieherinnen geschaffen. Trotz Corona konnten alle Plätze vergeben werden, wie Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das besondere sei, dass die praxisintegrierte Ausbildung auch vergütet werde. Das Programm startete zum 1. August. Es ist Teil des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes, das der Bund und Sachsen-Anhalt genau vor einem Jahr unterschrieben haben. Damit wurde unter anderem auch das bisher fällige Schulgeld für angehende Erzieherinnen abgeschafft.

Der Bund stellt bis 2022 insgesamt 140 Millionen Euro zur Verfügung, um die Qualität der Kita-Betreuung zu verbessern. Sachsen-Anhalt setzt das Geld in verschiedenen Bereichen ein. So müssen Familien seit Januar nur noch für die Betreuung des ältesten Kindes zahlen, auch wenn es bereits den Schulhort besucht.

Bis vor kurzem mussten angehende Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Sozialassistentinnen Schulgeld bezahlen, um sich ausbilden zu lassen. In Sachsen-Anhalt werden Fachkräfte allerdings gesucht. Daher übernimmt das Land seit dem vorigen Schuljahr die Kosten. Nach anfänglichen Verzögerungen habe die Auszahlung inzwischen sehr gut geklappt, sagte Grimm-Benne. «Unsere Ausbildungsoffensive hat gut funktioniert.» Zusätzlich finanziere das Land interessierten Quereinsteigern aus anderen Berufen auch das nötige Praktikum von 600 Stunden, bevor sie in die eigentliche Ausbildung starten können.

Es sei richtig gewesen, sich beim Verteilen der Bundesmittel auf diesen Bereich zu konzentrieren, sagte die Sozialministerin. Es würden mehr Kinder betreut, als alle Prognosen vorhergesagt hätten. Das Land gebe immer mehr Geld, um den Betreuungsschlüssel von Kindern je Erzieher zu verbessern. «Aber Nachwuchspersonal kommt nicht so schnell nach. Deswegen haben viele Erzieherinnen das Gefühl, dass das alles auf ihre Knochen geht.» Das sei gerade in den Ballungsgebieten mitunter auch so, weil zusätzliches Personal schwer zu finden sei. Ändern werde sich das erst, wenn mehr Erzieherinnen und Erzieher ihre Ausbildung beenden.

Ob das gelingt, ist offen. Laut Bildungsministerium begannen voriges Jahr 1338 Frauen und Männer eine Ausbildung zum Erzieher in Sachsen-Anhalt. Das waren ebenso viele wie 2015. Für das jetzt startende Schuljahr liegen noch keine Gesamtzahlen vor, sondern nur für die Berufsschulen, die das Land selbst betreut. Hier fingen rund 600 Männer und Frauen eine neue Erzieher-Ausbildung an. Das waren knapp 60 mehr als im Vorjahr. Zudem bilden 13 private Schulen aus.

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