Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Halle-Attentäter besorgte sich 2015 im Netz eine Waffe

16.10.2019 - Berlin (dpa) - Der Attentäter von Halle soll sich bereits 2015 im Internet eine Schusswaffe besorgt haben. Das berichteten mehrere Teilnehmer einer nicht-öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Bundestages am Mittwoch unter Berufung auf Generalbundesanwalt Peter Frank und einen Vertreter des Bundeskriminalamtes. Ob er die Waffe im offenen Internet oder im sogenannten Darknet fand, ist demnach noch nicht endgültig geklärt. Auch die Frage, ob es sich damals um eine Schreckschusspistole oder um eine scharfe Waffe handelte, blieb letztlich offen.

  • Buchstaben und Zahlen leuchten auf einem Bildschirm. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Buchstaben und Zahlen leuchten auf einem Bildschirm. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Deutsche schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle an der Saale einzudringen, wo rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan misslang, erschoss der Täter auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-jährigen Mann in einem Döner-Imbiss. Es gab mehrere Verletzte. Der 27-Jährige ist in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

Der Täter hatte bei der Bundeswehr Ende 2010 Wehrdienst geleistet. Ein Chemie-Studium brach er ab. Für das von ihm geplante Massaker baute er mehrere Waffen selbst und stellte auch Munition her. Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster sagte, dass der Mann die Tür der Synagoge nicht überwinden konnte, habe wohl vor allem an der relativ geringen Durchschlagskraft seiner Waffen gelegen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren