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Haseloff: Im Präsidium Vollendung der Einheit vorantreiben

17.01.2021 - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff will seinen Platz im CDU-Präsidium nutzen, um die Vollendung der deutschen Einheit weiter voranzutreiben. Politisch sei sie gelungen, sagte Haseloff nach seiner Wahl am Samstagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Doch es gebe weiterhin Defizite, die über normale Unterschiede verschiedener Regionen hinausgingen. Mario Voigt, Fraktionschef der Thüringer CDU, hatte Laschet einen Wunsch mit auf den Weg gegeben, der in dieselbe Richtung geht: «Vom neuen Parteivorsitzenden erwarte ich, dass er die Belange des Ostens nicht aus den Augen verliert.»

  • Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 66-jährige Haseloff war bisher Beisitzer im größeren Bundesvorstand der CDU und rückte am Samstag erstmals ins wichtigste Gremium, das Präsidium, auf. Damit habe er eine «neue Qualität an Steuerungsmöglichkeiten», um diese Themen anzusprechen, sagte er.

Über den neuen Parteivorsitzenden Armin Laschet sagte Haseloff, dieser sei ein sehr ausgleichender Politiker, dessen integrierende Kraft er sehr schätze. Zudem freute er sich über ein weiteres Wahlergebnis besonders: Die 26 Jahre alte Landeschefin der Nachwuchsorganisation Junge Union, Anna Kreye, wurde als Beisitzerin neu in den Bundesvorstand gewählt. Damit ist Sachsen-Anhalt im CDU-Führungsteam doppelt vertreten.

Bei dem zweitägigen Parteitag hatte die CDU die wegen der Corona-Krise mehrfach verschobene Frage geklärt, wer nach dem Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer die Führung der Christdemokraten zu Beginn eines Superwahljahres übernehmen soll. Am Ende setzte sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet vor dem früheren Unionsfraktionschef im Bundestag, Friedrich Merz, und dem Außenexperten Norbert Röttgen durch. Der Parteitag wurde wegen der Corona-Pandemie erstmals komplett digital veranstaltet.

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