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IWH: Bisher kein Anstieg der Insolvenzen durch Corona-Krise

07.05.2020 - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in Deutschland einer aktuellen Erhebung zufolge bisher nicht zu mehr Firmeninsolvenzen geführt. Im März und April dieses Jahres meldeten rund 1930 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) mitteilte. Das seien genauso viele Meldungen wie im März und April 2019.

  • Das Logo des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die konstante Zahl an Firmenpleiten sei kein Grund zur Entwarnung, teilte IWH-Forscher Steffen Müller mit. Viele Unternehmen verfügten noch über Reserven. «Zum anderen dürften staatliche Maßnahmen geholfen haben, eine Pleitewelle zumindest aufzuschieben.» Müller verwies darauf, dass der Gesetzgeber zudem die strikte Meldepflicht für Zahlungsunfähigkeit wegen der Corona-Pandemie bis zum 30. September gelockert hat.

Zuletzt hatte bereits der erfahrene Insolvenzverwalter Lucas Flöther aus Halle davor gewarnt, dass günstige Staatskredite bei vielen Betrieben die Probleme in die Zukunft verschieben könnten und auf alternative Sanierungschancen per Schutzschirmverfahren hingewiesen.

Das IWH wertete für seinen neuen Insolvenztrend die Bekanntmachungen der deutschen Gerichte aus. Die Forscher wollen ihre Analyse künftig monatlich vorlegen und damit mehrere Monate früher als die amtliche Statistik das Insolvenzgeschehen auswerten. So solle ein weiterer Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung etabliert werden.

Laut IWH gibt es zwischen den Bundesländern größere Unterschiede beim Insolvenzgeschehen. Während in Thüringen zwischen Januar und April rechnerisch mit 1,3 Firmeninsolvenzen je 100 000 Einwohner der niedrigste Anteil gemeldet wurde, waren es in Berlin im gleichen Zeitraum 9,5 Insolvenzen und in Bremen 10,7 je 100 000 Einwohner. Sachsen-Anhalt liegt mit 4,0 Fällen im Mittelfeld und etwa gleichauf mit Bayern (4,0) oder Brandenburg (4,1), in Sachsen lag der Anteil laut IWH bei 3,0 Firmeninsolvenzen je 100 000 Einwohner.

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