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Kommunen auf der Suche nach Wahlhelfern

30.03.2019 - Rund 20 000 Wahlhelfer brauchen die Kommunen für die Kommunal- und Europawahlen im Mai. Finden sich genug Freiwillige? Und was tun die Gemeinden, wenn das nicht der Fall ist?

  • Wahlhelfer zählen in einem Wahllokal die abgegebenen Stimmen. Foto: arifoto UG/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wahlhelfer zählen in einem Wahllokal die abgegebenen Stimmen. Foto: arifoto UG/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Sie begleiten den Wahltag und zählen die Stimmen aus: Tausende Wahlhelfer werden Ende Mai für die Kommunal- und Europawahlen in Sachsen-Anhalt gebraucht. Genug Freiwillige für dieses Ehrenamt zu finden, sei eine schwierige Aufgabe, sagte der Leiter des Wahlamtes der Stadt Magdeburg, Tim Hoppe. Zwar könne die Stadt auf einen festen Stamm an Wahlhelfern zurückgreifen, die regelmäßig dabei seien - doch die stünden nicht ewig zur Verfügung. Gerade junge Leute für das Ehrenamt zu gewinnen, sei aber nicht leicht. Es fehle an Nachwuchs, sagte Hoppe.

Bislang sei es der Stadt stets gelungen, genug Wahlhelfer zu finden, betonte der Wahlamtsleiter. Das werde auch diesmal nicht anders sein. 1650 Freiwillige werden für den 26. Mai benötigt. «Rund 100 fehlen uns noch», sagte Hoppe. Geworben werde unter anderem in Zeitungen und mit Anzeigen in Straßenbahnen und Bussen. Ziel sei, dass möglichst viele Bürger dabei seien. In der Regel stellten sie rund dreiviertel aller Wahlhelfer. «Den Rest füllen wir mit Mitarbeitern der Stadt auf», sagte Hoppe.

In anderen Gemeinden ist das Verhältnis ganz anders. Sangerhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz etwa benötigt 290 Wahlhelfer, wie Wahlleiter Jens Schuster sagte. Nur 35 davon seien Bürger, die sich freiwillig gemeldet hätten oder von Vereinen und Verbänden vermittelt worden seien. Den Großteil der Wahlhelfer stellen Mitarbeiter der städtischen Verwaltung oder anderer Behörden wie des Finanzamtes. Für den 26. Mai hätten sich bereits genug Wahlhelfer gemeldet. «Wir müssen niemanden zwangsverpflichten», sagte Schuster.

Darauf will auch Jürgen Kulow, Kreiswahlleiter im Altmarkkreis Salzwedel, unbedingt verzichten. Der Kreis ist nur für die Auszählung der Briefwahlstimmen der Europawahl zuständig. Dafür werden rund 80 Wahlhelfer benötigt. Er sei zuversichtlich, dass sich genug Freiwillige meldeten, sagte Kulow. Der Kreis greift dazu ausschließlich auf Leute der Verwaltung zurück. Zwar wurde auch in den Zeitungen um Bürger geworben. «Es hat sich aber niemand gemeldet», sagte Kulow.

Im Altmarkkeis Salzwedel gibt es eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro für Wahlvorstände, 25 Euro für die anderen Wahlhelfer. Dieses Erfrischungsgeld sei sicher kein entscheidender Anreiz, sagte Kulow. Es gehe darum, Menschen zu finden, denen die Aufgabe Spaß mache. «Es geht um einen Dienst für die Gemeinschaft.» Magdeburgs Wahlamtsleiter Hoppe spricht sich für eine deutliche Erhöhung des gesetzlich geregelten Erfrischungsgeldes aus. Zwar könne jede Gemeinde selbst entscheiden, wie viel sie zahle. Alles, was über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehe, müsse sie jedoch aus eigener Tasche leisten.

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai werden in allen elf Landkreisen Sachsen-Anhalts neue Kreistage gewählt, in den kreisfreien Städten Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau neue Stadträte. Hinzu kommen in den Gemeinden und Ortschaften mehr als 100 Gemeinderats- und fast 1000 Ortschaftsratswahlen. Zudem wird das Europäische Parlament neu gewählt. Nach Angaben der Landeswahlleitung werden dafür landesweit insgesamt rund 20 000 Wahlhelfer benötigt.

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