Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Land stellt Finanzierung für Nahverkehr um

11.09.2018 - Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat neue Regeln zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs auf den Weg gebracht. Weil Bundesprogramme wegfallen, stellt das Land ab 2020 mehr eigenes Geld zur Verfügung, wie Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) am Dienstag in Magdeburg ankündigte. Nur so könnten Busse und Bahnen auch künftig flächendeckend im Land unterwegs sein. Ohne die gesetzliche Neuregelung müsste das Land mehrere Strecken abbestellen, etwa die Verbindungen zwischen Merseburg und Querfurt und zwischen Stendal und Tangermünde.

  • Ein Regionalzug im Hauptbahnhof von Halle. Foto: Peter Gercke/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Regionalzug im Hauptbahnhof von Halle. Foto: Peter Gercke/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte jährlich 31 Millionen Euro vom Land für den so genannten Ausbildungsverkehr bekommen. Dabei handelt es sich um ermäßigte Wochen- und Monatstickets für Schüler, Studenten und andere Auszubildende. Bislang werden dafür auch Bundesmittel eingesetzt.

Zudem stellt das Land ab 2020 jährlich bis zu 20 Millionen Euro für Investitionen in Straßenbahnen und -strecken zur Verfügung. Hier sei Planungssicherheit für die Kommunen besonders wichtig, weil Bauvorhaben oft viele Jahre dauerten, sagte Webel.