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Landes-CDU: Haseloff-Wahl ins Präsidium höchste Priorität

15.01.2021 - Bei der Wahl einer neuen CDU-Führungsmannschaft drückt die Landespartei in erster Linie ihrem eigenen Kandidaten Reiner Haseloff die Daumen. Für die Sachsen-Anhalt-CDU habe es die oberste Priorität, dass der Ministerpräsident ins Präsidium gewählt werde, sagte Generalsekretär Sven Schulze am Freitag. Werde Haseloff gewählt, könne er im wichtigsten Gremium zusammen mit seinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer die ostdeutschen Interessen vertreten.

  • Reiner Haseloff (CDU) spricht in der Staatskanzlei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Reiner Haseloff (CDU) spricht in der Staatskanzlei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei dem zweitägigen Parteitag wird am Samstag ein neuer Vorstand gewählt. Mit Spannung wird erwartet, wer zum Nachfolger der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt wird. Aufgrund der angespannten Corona-Lage wird der Parteitag komplett digital veranstaltet. Von den 1001 Delegierten kommen 18 aus Sachsen-Anhalt.

Der 66 Jahre alte Haseloff kandidiert erstmals für das CDU-Präsidium, dem neben dem Parteichef, fünf Stellvertretern, dem Generalsekretär und dem Schatzmeister sieben weitere gewählte Mitglieder angehören. Bisher ist Haseloff Beisitzer im größeren Bundesvorstand.

Als neuer CDU-Chef bewerben sich drei Männer aus Nordrhein-Westfalen: Der amtierende Regierungschef Armin Laschet, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, und Ex-Unions-Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz.

Bei den sachsen-anhaltischen Delegierten gibt es laut Generalsekretär keinen einheitlichen Favoriten, sondern ein gemischtes Bild, «mit leichtem Vorteil für Friedrich Merz». Unabhängig vom Ergebnis stehe für die Landes-CDU fest, dass der neue Vorsitzende auch die besondere Lage im Osten Deutschlands im Blick haben müsse, sagte Schulze.

Neben Haseloff könnte eine junge Sachsen-Anhalterin ins Spitzengremium kommen: Der Bundesverband der Jungen Union (JU) schickt die Magdeburgerin Anna Kreye für den Bundesvorstand ins Rennen. Die 26-Jährige ist seit zwei Jahren JU-Landeschefin.

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