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Leibniz-Institut: Schließung von Betrieben wäre Aktionismus

19.01.2021 - Der Chef des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, hat sich gegen ein Herunterfahren der Wirtschaft ausgesprochen. Die Infektionszahlen seien nicht deshalb so hoch, weil es Ansteckungen in der Produktion gebe, sagte er in einem Podcast von MDR aktuell. Viel wahrscheinlicher sei, dass sich die Leute privat nicht an Regeln hielten.

  • Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), steht vor dem Sitz des Instituts. Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), steht vor dem Sitz des Instituts. Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Unternehmen könnten meist ein Hygienekonzept vorweisen. «Das heißt, das ist schon ein Stück weit Aktionismus zu sagen, wir würden jetzt die Infektionszahlen so runterbringen, wenn wir alles dicht machen», sagte Gropp. Es könne sogar sein, dass sich dann vermehrt Menschen miteinander zu Hause treffen würden, «weil sie sonst nix zu tun haben». Er warnte die politischen Entscheidungsträger. Menschen, die sich mit sinnlosen Regeln konfrontiert sähen, befolgten auch die sinnvollen Regeln irgendwann nicht mehr.

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