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Medizinischer Dienst attestiert mehr Menschen Pflegebedarf

03.05.2020 - Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt brauchen Pflege. Die Gutachterinnen des MDK legen nach einem Hausbesuch fest, wie viel genau. In Corona-Zeiten läuft es aber anders.

  • Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Sachsen-Anhalt bescheinigt immer mehr Menschen einen Pflegebedarf. Knapp 68 000 Frauen und Männer waren es im vergangenen Jahr und damit rund 4400 mehr als noch 2018, wie der MDK in Magdeburg auf Nachfrage mitteilte. Die Zahl der Begutachtungen mit Blick auf eine eventuell notwendige Pflege sei von rund 74 000 auf etwa 76 800 gestiegen. Üblicherweise gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Menschen nach Hause. Aufgrund der Corona-Pandemie sei das gegenwärtig per Gesetz bis voraussichtlich Ende September 2020 ausgesetzt.

Mit Hilfe der vorliegenden Unterlagen und eines Fragenkatalogs, der mit den Pflegebedürftigen oder den Pflegepersonen besprochen werde, stellten die Gutachterinnen und Gutachter den Grad der Pflegedürftigkeit fest. Sie teilten dann den empfohlenen Pflegegrad der Pflegekasse mit. Anschließend erhielten die Versicherten von ihrer Pflegekasse wie bisher den Leistungsbescheid als Grundlage für die oft dringend benötigte Hilfe.

«In der aktuellen Situation ist es absolut notwendig, gerade all jene Menschen, die sich ohnehin schon in einer schwierigen Lebenslage befinden, keinem vermeidbaren Risiko auszusetzen», sagte der Geschäftsführer des MDK Sachsen-Anhalt, Jens Hennicke. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann eine Erkrankung mit dem neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 besonders bei älteren und vorerkrankten Menschen schwerwiegend verlaufen. Hennicke sagte weiter: «Wir haben neue Lösungen entwickelt, um beispielsweise ohne einen Besuch vor Ort die Gegebenheiten für den dringend benötigten Pflegegrad zu erfassen.»

Für die Gutachterinnen und Gutachter entfielen nun die Fahrtzeiten zwischen den Wohnorten. Sie seien momentan in der Lage, insgesamt mehr Aufträge pro Tag zu bearbeiten. «Dadurch verkürzen sich gegenwärtig sogar die Bearbeitungszeiten», hieß es weiter. Im Durchschnitt seien 16,3 Tage zwischen Antragstellung und Bescheid vergangen.

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