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Mehr Arbeitslose und Anträge auf Kurzarbeit im Dezember

05.01.2021 - Wie hart wird der Lockdown die Menschen in Sachsen-Anhalt treffen? Kurzarbeit soll vor Jobverlust bewahren - doch nicht jeder Arbeitgeber hat einen langen Atem in der Corona-Pandemie.

  • Personen gehen vor dem Schild der Arbeitsagentur vorbei. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Personen gehen vor dem Schild der Arbeitsagentur vorbei. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosigkeit nach einem Rückgang im Herbst saisonal bedingt im Dezember gestiegen. Rund 83 300 Menschen waren arbeitslos gemeldet - allerdings vor dem harten Lockdown. Das waren 1900 Erwerbslose mehr als im November und 5600 mehr als im Vorjahr, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Im Winter seien weniger Tätigkeiten im Freien möglich, etwa in der Landwirtschaft, hieß es zur Begründung.

Die Arbeitslosenquote stieg in Sachsen-Anhalt von 7,3 Prozent im November auf 7,5 Prozent im Dezember. Das waren 0,6 Prozentpunkte mehr als Vorjahresmonat. Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen Ende 2020 gestiegen, auf rund 2,7 Millionen. Die Arbeitslosenquote betrug wie im November 5,9 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Folgen der verschärften Corona-Maßnahmen lassen sich an den Arbeitslosenzahlen im Dezember noch nicht ablesen. Stichtag für die Erhebung war der 10. Dezember, als die Geschäfte noch geöffnet hatten.

Aufgrund der Corona-Pandemie haben den Angaben nach zwischen März und Dezember in Sachsen-Anhalt 12 200 Menschen im Land ihre Arbeit verloren, konnten nicht vermittelt werden oder eine Qualifizierungsmaßnahme nicht antreten. Der Corona-Effekt machte bei der Arbeitslosenquote 1,1 Prozentpunkte aus. Die Nachfrage nach Arbeitskräften habe zwar nachgelassen. «Arbeitgeber halten aber weiterhin möglichst an ihren Fachkräften fest», sagte Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion in Halle.

Dies zeige sich daran, dass bei den Arbeitsagenturen zum Jahresende hin mehr Kurzarbeit beantragt wurde. Das betraf vor allem Dienstleister, Gaststätten, Hotels und den Einzelhandel. Diese Branchen seien besonders von Schließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen. Am 16. Dezember wurden die verschärften Einschränkungen in Deutschland wirksam. «Wie stark die Auswirkungen des harten Lockdowns auf den Arbeitsmarkt letztendlich sein werden, hängt aber auch von dessen Dauer ab und wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen», sagte er.

Aber: «Es werde nicht ausbleiben, dass Unternehmen die Puste ausgeht». Unklar ist indes, in welchem Umfang die angezeigte Kurzarbeit umgesetzt wird, da Arbeitgeber in Vorkasse bei der Bezahlung der Mitarbeiter gehen müssen, erklärte ein Sprecher der Regionaldirektion. Neben der Corona-Pandemie seien die Demografie, der Strukturwandel in der Wirtschaft wie in der Automobilbranche sowie die Digitalisierung die größten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt 2021. Die Jobchancen für Fachkräfte und junge Menschen seien weiter gut. Es gehen angesichts der Bevölkerungsentwicklung mehr Menschen in den Ruhestand als Nachwuchs da ist.

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