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Mehr als 2000 Schüler demonstrieren für besseren Klimaschutz

15.03.2019 - Sie fordern einen radikalen Kursschwenk für mehr Klimaschutz: In Sachsen-Anhalt zieht es viele Schüler und Unterstützer während der Unterrichtszeit auf die Straßen. Hat das Schwänzen Konsequenzen?

  • Ein Schüler trägt auf der "Fridays for Future"-Kundgebung eine Weltkugel aus Pappmache als Kopfbedeckung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schüler trägt auf der "Fridays for Future"-Kundgebung eine Weltkugel aus Pappmache als Kopfbedeckung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Von Salzwedel bis Naumburg, von Wittenberg bis Quedlinburg: Hunderte Schüler in Sachsen-Anhalt sind am Freitag wieder während der Unterrichtszeit für einen besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die größte Demonstration gab es nach Angaben der Polizei in Halle mit rund 1000 Teilnehmern. In Magdeburg versammelten sich etwa 950 Menschen mit Transparenten und lauter Musik auf dem Domplatz vor dem Landtag. Weitere Kundgebungen mit jeweils zwischen 100 und 200 Teilnehmern gab es in Salzwedel, Quedlinburg, Dessau, Wittenberg und Naumburg.

Unter den Demonstranten in der Landeshauptstadt waren etwa auch Schüler der Freien Waldorfschule Magdeburg. Ein 15-Jähriger hatte sich aus Pappmaché eine Weltkugel gebastelt und trug diese auf dem Kopf. In der Hand hatte er ein Schild mit der Aufschrift «Love me, don't destroy me». Seine Schule habe einen Zettel der Eltern verlangt. Die wüssten, dass er nicht die Schule schwänzen wolle. «Ich gehe nachher wieder zum Unterricht, wenn das zeitlich passt», sagte der Neuntklässler, der nach eigenem Bekunden schon öfter bei «Fridays for Future»-Demos dabei war.

Die Bewegung hatte an dem Tag zu den bislang größten Protesten aufgerufen. Weltweit demonstrierten Hunderttausende Jugendliche für einen radikalen Kursschwenk hin zu mehr Klimaschutz. Kundgebungen gab es in europäischen Metropolen wie Rom, Wien, Warschau und London sowie auch in Dutzenden deutschen Städten. Tausende Schüler, Studenten und Unterstützer zogen etwa durch Berlin, Köln, Dresden und Stuttgart. Rund um den Globus waren mehr als 2000 Kundgebungen und Schülerstreiks in mehr als 120 Staaten angekündigt, hierzulande rund 200.

Unmittelbare Konsequenzen, weil sie für die Demos den Unterricht schwänzten, drohen den Schülern in Sachsen-Anhalt zunächst nicht. Es handele sich jedoch um eine Verletzung der Schulpflicht, stellte ein Sprecher des Bildungsministeriums klar. Das werde in den Schulen entsprechend vermerkt - etwa als unentschuldigtes Fehlen. Die Schulen sollen dem Landesschulamt zudem Teilnehmerzahlen melden. So will sich das Ministerium einen Überblick über das Ausmaß der Aktionen verschaffen. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) will Mitte April mit Vertretern der «Fridays for Future»-Bewegung darüber diskutieren, welche Rolle die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit in den Lehrplänen spielen.

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