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Mehrfacher Vergewaltiger zu jahrelanger Haft verurteilt

07.10.2019 - Ein unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilter Straftäter wird aus der Haft entlassen. Kurze Zeit später vergeht er sich erneut an zwei Frauen. Jetzt soll er für lange Zeit hinter Gitter. Seine Überwachung stand aber noch vor den Taten zur Debatte.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Wegen der Vergewaltigung von zwei Frauen in Erfurt ist ein Mann zu insgesamt zwölfeinhalb Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Erfurt hielten in ihrem Urteil am Montag zudem fest, dass der 35-Jährige einem seiner Opfer 50 000 Euro Schmerzensgeld zahlen muss. Zunächst hatte der MDR über das Urteil berichtet.

Das Gericht befand den Deutschen der zweifachen schweren Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und des Diebstahls für schuldig. Nachdem er wegen ähnlicher Straftaten eine Haftstrafe in einem Gefängnis in Sachsen-Anhalt abgesessen hatte, war der Mann nach Erfurt gezogen. Kurze Zeit später wurden dort im Spätsommer und Herbst 2018 zwei weitere Frauen seine Opfer, so das Gericht.

Eine Frau habe er geschlagen, mit Pfefferspray attackiert, sie vergewaltigt und in die Gera gestoßen. Der anderen Frau soll er mit Faustschlägen mehrfach den Kiefer gebrochen haben. Auch an ihr verging er sich und stieß sie dem Urteil zufolge anschließend in den Flutgraben. Der Mann habe die Frauen in Todesangst versetzt und sie schwer misshandelt, sagte die Vorsitzende Richterin am Montag.

Dem MDR-Bericht zufolge wollten Thüringer Behörden, dass der Mann nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Burg eine elektronische Fußfessel zur Überwachung tragen sollte, da sie von einem hohem Rückfallrisiko ausgingen. Das dafür zuständige Gericht in Sachsen-Anhalt soll das aber abgelehnt haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf 15 Jahre mit anschließender Sicherungsverwahrung plädiert. Die Verteidigung hatte kein konkretes Strafmaß gefordert. Der Angeklagte hatte den Prozess über geschwiegen. Revisionen sind noch möglich.

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