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Millionen Euro für botanische Gärten in Sachsen-Anhalt

29.01.2020 - Der Erhalt und die Pflege der botanischen Gärten Sachsen-Anhalts sind eine enorme Aufgabe. Gewächshäuser und Anlagen in Magdeburg und Halle werden mit etlichen Millionen Euro in diesem Jahr saniert.

  • Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg/Halle/Sangerhausen (dpa/sa) - Mit mehreren Millionen Euro werden die botanischen Gärten in Sachsen-Anhalt in den kommenden Jahren saniert. Für Arbeiten im Botanischen Garten der Universität in Halle wurden vom Land insgesamt 23 Millionen Euro bereitgestellt. Dazu gehört der Bau eines neuen Institutsgebäudes für die Geobotanik. «In das Gebäude soll auch das Herbarium einziehen», sagte der technische Leiter des Botanischen Gartens Halle, Axel Flaschendräger. Die Arbeiten sind bis 2022 geplant.

Die Sammlung des halleschen Herbariums besteht seit 1812. Sie umfasst rund 600 000 Belege höherer und niederer Pflanzen sowie Pilze aus aller Welt. Der Botanische Garten in Halle wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Das heute 4,5 Hektar große Areal mit Gewächshäusern beherbergt rund 12 000 Pflanzen aus der ganzen Welt.

In Magdeburg geht es um die komplette Erneuerung von drei Gewächshäusern inmitten des Komplexes «Gruson-Gewächshäuser». Mehr als 2,6 Millionen Euro soll das kosten. Die neuen Gebäude sind etwas höher und stabiler als ihre Vorgänger. Sie bekommen eine Dreifachverglasung und Sicherheitsglas. «Im Inneren wird alles neu bepflanzt und präsentiert», sagte der Leiter, Ludwig Martins. «Leider müssen wir während der Bauphase, voraussichtlich ab April, schließen.»

Die insgesamt zehn «Gruson-Gewächshäuser» hatte einst der Magdeburger Unternehmer und Hobbypflanzensammler Hermann Gruson (1821-1895) errichten lassen. «Zum 200. Geburtstag von Gruson im nächsten Jahr wird es eine Fachtagung rund um sein Wirken geben», sagte Martins. Die Gewächshäuser sind seit 1896 Eigentum der Stadt Magdeburg. «Es ist der älteste botanische Garten Deutschlands in kommunaler Hand», sagte der Leiter.

Von den 3500 Quadratmetern unter Glas sind 2500 Quadratmeter öffentlich als Schaugewächshäuser zugänglich. Pro Jahr kommen etwa 30 000 Besucher. «Wir sind zufrieden. Vor der letzten Sanierung 2010 waren es um die 20 000 Besucher», sagte Leiter Martins.

In den Gewächshäusern befinden sich ausschließlich tropische und subtropische Pflanzen, keine einheimischen. «Herausragende Pflanzen sind beispielsweise die Riesenseerose «Victoria» und eine Titanwurz.» Im 17 Meter hohen Palmenhaus stehen besonders große und alte Bäume. Ebenso gibt es zahlreiche Ananasgewächse und eine umfangreiche Kakteensammlung. Zudem gehören sechs Aquarien, darunter ein Meeresaquarium mit tropischen Fischen sowie drei Terrarien, unter anderem mit Pfeilgiftfröschen, Kaimanen, Grasnattern und Schildkröten, zu Sammlung.

Das Europa-Rosarium in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) wiederum will sich mit einer automatischen Bewässerungsanlage auf die klimatischen Veränderungen der nächsten Jahre vorbereiten. «Derzeit wird ein Konzept erstellt», sagte der Leiter Thomas Havel. «Ziel ist es, einen in der Nähe befindlichen Brunnen an das System anzuschließen.» Im vergangenen Jahr kamen knapp 100 000 Besucher. Das 13 Hektar Gelände beherbergt mit 8600 Rosensorten und -arten die weltweit größte Rosensammlung.

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