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Neue Corona-Zuschüsse für Unternehmer und Selbstständige

08.07.2020 - Selbstständige und mittelständische Unternehmen in Sachsen-Anhalt können von Freitag an staatliche Zuschüsse beantragen, um Umsatzeinbußen durch die Corona-Pandemie abzufedern. Mit den sogenannten Überbrückungshilfen können Fixkosten in Höhe von bis zu 150 000 Euro ausgezahlt werden, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Wer das Geld bekommen wolle, müsse über seinen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einen digitalen Antrag bei der landeseigenen Investitionsbank stellen.

  • Armin Willingmann (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, spricht. Foto: Ronny Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Armin Willingmann (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, spricht. Foto: Ronny Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zahlreiche Branchen wie der Einzelhandel, die Kultur- und Kreativwirtschaft, Touristiker und Teile der Industrie litten nach wie vor unter Umsatzeinbußen durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) laut Mitteilung. Wer mit Veranstaltungen sein Geld verdiene könne seinen Geschäftsbetrieb in vielen Fällen überhaupt noch nicht wieder aufnehmen. Daher seien die Überbrückungshilfen umso wichtiger. Mit den Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, gehe es um die Rettung zahlloser Arbeitsplätze, so Willingmann.

Zuvor hatte die Bundesregierung den Weg für die Überbrückungshilfen frei gemacht. Der Bund stellt deutschlandweit Hilfen mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro zur Verfügung.

Laut Ministerium können kleine Unternehmen, Mittelständler, gemeinnützige Organisationen und hauptberufliche Soloselbstständige die Zuschüsse beantragen. Voraussetzung ist, dass die Hilfesuchenden im Mai und April einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nachweisen können. Dann werden zwischen 40 und 80 Prozent der betrieblichen Fixkosten erstattet.

Deutschlandweit verordneten die Länder Mitte März, das öffentliche Leben herunterzufahren, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Zahlreiche Branchen mussten schließen. Während die meisten Unternehmen unter Hygieneauflagen wieder arbeiten können, sind vor allem Veranstaltungen weiter eingeschränkt. Im Frühjahr hatten der Bund und Sachsen-Anhalt bereits Soforthilfen aufgelegt, um die Wirtschaft zu stützen. Laut Ministerium beantragte fast die Hälfte aller infrage kommenden Unternehmen diese Unterstützung.

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