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Neuntklässler schlechter in Naturwissenschaften

18.10.2019 - Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind Neuntklässler in den vergangenen Jahren in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik von einem hohen Niveau kommend teils deutlich zurückgefallen. Ähnlich wie in Brandenburg habe im Jahr 2018 ein signifikant geringerer Anteil der Schülerinnen und Schüler die Regelstandards erreicht als noch 2012, wie die am Freitag in Berlin präsentierte Studie IQB-Bildungstrend 2018 zeigt.

  • Schüler bei einer Veranstaltung. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schüler bei einer Veranstaltung. Foto: Martin Schutt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie war von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben worden. Bundesweit blieb das Niveau weitgehend stabil. Aber auch in Thüringen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und dem Saarland gibt es in jeweils mehr als einem der gemessenen Fächer Verschlechterungen.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) teilte mit: «Die Feststellung, dass die Ergebnisse nicht mehr den besonders herausragenden Spitzenwerten des Jahres 2012 entsprechen und damit in einem bundesweiten Trend liegen, der nun analysiert und aufgearbeitet werden muss, ist Ansporn.» Das Land werde die notwendigen Schlüsse für die schulische Praxis ziehen, damit das Schulsystem Sachsen-Anhalts auch künftig seinem sehr guten Ruf im Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer gerecht werden kann.

Bundesweit blieben im vergangenen Jahr rund 24 Prozent der getesteten Schülerinnen und Schüler in Klasse neun unterhalb des für den mittleren Schulabschluss (MSA) nötigen Mindeststandard in Mathematik. In Sachsen-Anhalt waren es knapp 25 Prozent.

Fast 45 Prozent erreichten bereits in dieser Jahrgangsstufe ein Jahr vor dem MSA dagegen sogar den höheren Regelstandard (Sachsen-Anhalt: 42,7 Prozent). In Biologie, Chemie und Physik lagen die Anteile der Schülerinnen und Schüler bundesweit unterhalb des Mindeststandards bei 5 bis 17 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 6,1 bis 19,9 Prozent.

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