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Polizei überwacht Verkehrswege nach Halle sowie Synagogen

09.10.2019 - Schüsse fallen in Halle und Landsberg im Saalekreis, nicht weit von der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt zu Thüringen entfernt. Die Thüringer Polizei unterstützt die Fahndung nach den Tätern. Im Bahnverkehr kommt es zu Verzögerungen.

  • Polizisten stehen bewaffnet hinter dem Denkmal, das an die Pogromnacht im November 1938 erinnert. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizisten stehen bewaffnet hinter dem Denkmal, das an die Pogromnacht im November 1938 erinnert. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Halle/Saale (dpa/th) - Nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale überwacht die Polizei Verkehrswege aus Halle in Richtung Thüringen sowie Orte in der Nähe der Landesgrenze. Zudem nähmen Polizeistreifen verstärkt Synagogen und andere Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde in Thüringen in den Blick, teilte die Landespolizeidirektion am Mittwoch in Erfurt mit. Nach derzeitigen Erkenntnissen bestehe in Thüringen keine konkrete Gefahr.

Thüringer Polizisten unterstützten jedoch die Fahndung «nach dem oder den flüchtigen Tätern». Die Polizeiinspektionen und die Thüringer Autobahnpolizei seien verstärkt im Einsatz.

In Halle waren zuvor zwei Menschen getötet worden. Es gab eine Festnahme, Täter sollen auf der Flucht sein. Auch in Landsberg, rund 15 Kilometer von Halle entfernt, wurde geschossen. Eines der beiden Opfer der Schüsse von Halle lag auf einer Straße gegenüber einer Synagoge in der Innenstadt.

Die Sperrung des Bahnhofs in Halle hatte Auswirkungen auf den Zugverkehr auch in Thüringen. Auf der ICE-Strecke zwischen München und Berlin über Erfurt sei es zu Verspätungen gekommen, weil Züge über Leipzig umgeleitet werden mussten, sagte eine Bahnsprecherin. Reisende mussten zwischenzeitlich mehr Zeit für ihre Fahrt einplanen. Im Nahverkehr war die Linie Jena-Göschwitz-Leipzig/Halle mehrere Stunden lang betroffen. Züge pendelten nur noch zwischen Jena-Göschwitz und Merseburg. Später am Abend konnten Züge den Bahnhof Halle wieder anfahren, wie eine Sprecherin sagte.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erklärte auf Twitter, «wir trauern um die Toten und fühlen mit den Angehörigen und Freunden». Ähnlich äußerte sich der Fraktionschef der Grünen, Dirk Adams. «Die Taten sind schrecklich und machen fassungslos», so Adams. AfD-Chef Björn Höcke twitterte, «meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer dieses völlig wahnhaften Verbrechens. Was sind das nur für Menschen, die anderen Menschen so etwas antun?!»

Die Thüringer Polizei warnte vor Spekulationen im Internet. «Wir bitten euch, Spekulationen in Netz zu unterlassen. Alle Hinweise direkt an die 110», twitterte die Thüringer Polizei.

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