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Razzia und neun Festnahmen nach Hooligan-Überfall auf Zug

19.12.2018 - Magdeburg (dpa/aht) - Vier Monate nach dem Hooligan-Überfall auf einen Zug in Barleben sind in Magdeburg mehrere Wohnungen durchsucht worden. Acht Tatverdächtige wurden festgenommen, wie die Bundespolizei in Magdeburg am Mittwoch mitteilte. Ein weiterer Tatverdächtiger konnte nicht in seiner Wohnung angetroffen werden. Alle Festgenommenen sollen im Laufe des Tages vernommen werden. Nach Angaben der Polizei sind alle gewaltbereite Fußball-Fans. Der MDR hatte zunächst berichtet.

  • In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Razzia wurde auch ein weiterer mit Haftbefehl gesuchter Mann festgenommen, der aber nicht bei dem Zug-Überfall beteiligt gewesen sein soll.

Durch Zeugenaussagen und Handyvideos von der Tat im August konnte die Polizei die neun Tatverdächtigen identifizieren, wie sie mitteilte. Alle waren schon vorher polizeilich bekannt und wurden als gewaltbereit geführt. Gegen die Männer wird wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung ermittelt. Die Beamten durchsuchen die Wohnungen am Mittwoch nach Beweisen für die Tat.

10 bis 12 vermummte Täter hatten am Abend des 11. August eine S-Bahn mit rund 45 Fahrgästen überfallen, verriegelt und großflächig mit Graffiti beschmiert, etwa mit dem Schriftzug «FCM». Sie versprühten Reizgas. Drei Menschen wurden verletzt. Gleich nach der Tat waren vier Tatverdächtige gefasst worden. Reisende hatten den Überfall gefilmt, zudem gibt es Aufnahmen der Bahn.

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