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Sachsen-Anhalt mit überdurchschnittlich vielen Firmenpleiten

15.06.2020 - In Sachsen-Anhalt haben zuletzt vergleichsweise viele Unternehmen Insolvenz angemeldet. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform schätzte den Anteil für das erste Halbjahr 2020 auf 69 je 10 000 Betriebe. Damit ist die Insolvenzquote in Sachsen-Anhalt höher als im Bundesschnitt (54 je 10 000). Zudem ist es auch der höchste Anteil in einem ostdeutschen Flächenland. Für Sachsen berechnete Creditreform eine Quote von 45 Pleiten je 10 000 Unternehmen, für Brandenburg 44, für Mecklenburg-Vorpommern 36. Thüringen hatte mit 30 Insolvenzen je 10 000 Betrieben sogar die niedrigste Quote in ganz Deutschland.

  • Blick auf die Zentrale von Creditreform. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf die Zentrale von Creditreform. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Experten von Creditreform schätzen anhand der bisher vorliegenden Daten, dass die Zahl der Insolvenzen trotz der Corona-Krise im Vergleich zum Vorjahr zunächst weiter zurückgeht. Von Januar bis Ende Juni verringere sich ihre Zahl um 8,2 Prozent auf 8900 Fälle, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht der Wirtschaftsauskunftei.

Den Experten zufolge verschleiern die vielen staatlichen Maßnahmen, mit denen die negativen Folgen der weltweiten Corona-Pandemie abfedern sollen, die tatsächliche Lage der Unternehmen. Es sei davon auszugehen, dass einige Unternehmen durch die Kredite und Zuschüsse der öffentlichen Hand dem Gang zum Insolvenzgericht zunächst entgangen seien. Spätestens ab September rechnet Creditreform mit einer Pleitewelle. Dann läuft nach jetzigen Planungen die Regel aus, mit der die Antragspflicht bei Zahlungsunfähigkeit ausgesetzt wurde.

In den vergangenen Monaten hatte unter anderem auch der erfahrene Sanierungsexperte Lucas Flöther aus Halle davor gewarnt, dass sich durch staatliche Kredite und Hilfsprogramme die finanziellen Probleme vieler Unternehmen nur nach hinten verschieben würden.

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