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Sachsen-Anhalt wohl auch möglicher Kandidat für Endlager

27.09.2020 - Wenn an diesem Montag in Berlin ein Bericht mit Regionen vorgestellt wird, die nach geologischen Kriterien für ein Atommüll-Endlager grundsätzlich in Frage kommen, dürfte auch Sachsen-Anhalt eine Rolle spielen. «Klar ist, wir haben in der Altmark Salzstöcke und wir haben auch Granitgestein in anderen Regionen des Landes. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass bestimmte Regionen in Sachsen-Anhalt in eine potenzielle Betrachtung mit hineinkommen werden», sagte Umweltstaatssekretär Klaus Rehda der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg.

  • Das Strahlenwarnzeichen ist bei einer Demo gegen ein Endlager auf gelben Tonnen zu sehen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Strahlenwarnzeichen ist bei einer Demo gegen ein Endlager auf gelben Tonnen zu sehen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gesucht wird der beste Ort, um hoch radioaktiven Atommüll eine Million Jahre lang möglichst sicher zu lagern. Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Granit entstehen. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall eingelagert werden.

Rehda sagte, er erwarte Debatten. «Die Diskussion wird sicher nochmal aufkommen, egal wo es hinkommt, nach dem Motto «Jetzt müssen wir die gesamte Last für die Bundesrepublik tragen». Aber der Prozess fußt auf einem großen gesellschaftlichen Konsens.» Letztendlich sei es ein Problem der Bundesrepublik Deutschland und es müsse jetzt auch in der Bundesrepublik gelöst werden.

Sachsen-Anhalt hat in Morsleben im Landkreis Börde bereits ein Endlager. Im Salzstock lagern rund 37 000 Kubikmeter atomarer Abfall aus Forschungseinrichtungen, aber auch aus dem früheren DDR-Kernkraftwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1998 gilt ein Einlagerungsstopp. Das Stilllegungsverfahren läuft.

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