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Schloss Kuckuckstein: 400 000 Euro vom Land Sachsen

06.07.2020 - Es war Kulisse für den DDR-TV-«Zauber auf Schloss Kuckuckstein» und Detlev Bucks «Schneeweißchen und Rosenrot». Schloss Kuckuckstein in Liebstadt (Landkreis Sächsische Schweiz) muss saniert werden - und Sachsen hilft dabei. Die Natur-Romantik GmbH als Eigentümer des Ensembles erhielt am Montag den Fördermittelbescheid über 400 000 Euro, «die wir auch beantragt haben», freute sich Jens Höhnel. Mit dem Geld könnten die vom Absturz bedrohten Burgmauern gesichert und instandgesetzt werden.

  • Blick auf das Schloss Kuckuckstein. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf das Schloss Kuckuckstein. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Natur-Romantik GmbH & Co.KG und ein 2018 von Bürgern gegründeter Verein wollen Kuckuckstein auch mit Hilfe von Spenden wieder für Hochzeiten, Veranstaltungen und Events nutzbar, zu einem touristischen Anziehungspunkt machen und auch für Handwerker und Künstler öffnen. Das Geld vom Freistaat sei «ein wichtiger Schritt», sagte Höhnel.

Das auf einem Gneisfelsen über dem Seidewitztal gelegene Schloss ist eines der seltenen Baudenkmale der frühen Neogotik und Frühromantik und in der Substanz gefährdet. Nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege ist der Sanierungsstau immens, auch an Außenmauerwerk und Dach. Weder die Stadt noch ein privater Schlossbesitzer konnten die Kosten dafür in der Vergangenheit aufbringen.

In der DDR wurde das Schloss durch die Fernsehsendung «Zauber auf Schloss Kuckuckstein» von Peter Kersten bekannt. «Es ist ein Stück meiner Identität und künstlerische Heimat», sagte «Zauberpeter», der dort mehrmals im Jahr im Rittersaal auftritt. «Es wäre jammerschade, es dem Verfall preiszugeben.» Der 76-Jährige hofft nun, dass die Geldspritze vom Freistaat weiteres Engagement nach sich zieht. Denn Kuckuckstein war 2012 Filmkulisse für Regisseur Detlev Buck und seinen Märchen-Klassiker «Schneeweißchen und Rosenrot».

Die Grenzfeste und Burg war vom 13. Jahrhundert bis 1945 unter anderem im Besitz verschiedener Adelsfamilien. Unter de Familie von Carlowitz wurde das Schloss im 18. Jahrhundert erweitert, seit 1800 war es Domizil einer Freimaurerloge. Nach mehreren Besitzerwechseln ging Kuckuckstein dann 1945 in Volkseigentum über.

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