Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Spahn: Magdeburger Mediziner-Netzwerk Vorbild für Europa

06.12.2019 - Menschen mit seltenen Krankheiten werden von Arzt zu Arzt geschickt und erfahren oft trotzdem nicht, was mit ihnen los ist. Die Uni Magdeburg hat ein Netzwerk aufgebaut, das helfen soll - und bekommt dafür Lob von oberster Stelle.

  • Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an seltenen Erkrankungen. Krankheiten also, die nur einige Male im Jahr diagnostiziert werden und entsprechend unbekannt sind - auch bei vielen Medizinern. Nicht selten werden betroffene Patienten daher von Arzt zu Arzt verwiesen, bevor sie wissen, woran sie leiden. Für eine Behandlung, die es für viele der rund 8000 seltenen Krankheiten in Deutschland gibt, ist es dann manchmal schon zu spät.

Die Experten des Mitteldeutschen Kompetenznetzes Seltene Erkrankungen (MKSE) haben in den vergangenen fünf Jahren Strukturen aufgebaut, die das verhindern sollen. Als Schnittstelle zwischen den Hausärzten der Betroffenen und Experten für seltene Krankheiten in ganz Deutschland und Europa wollen sie den Patienten helfen, den richtigen Arzt zu finden. Eine ärztliche Lotsin nimmt sich Zeit für die Betroffenen, spricht mit Patienten und Familien, sucht passende Experten und Selbsthilfegruppen.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zeigte sich stolz auf die geballte Expertise in seiner Landeshauptstadt. Das Zentrum könne «durchaus als Referenz für den Bundesminister für Deutschland dienen», sagte er am Freitag bei einem Besuch des Zentrums mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Auch Spahn lobte das Kompetenznetz als wegweisend. «Das ist - glaube ich - Vorbild nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa», sagte der Bundesminister. Die Vernetzung sei beeindruckend.

Selbst in einem bevölkerungsstarken Land wie Deutschland sei die Behandlung und Erforschung seltener Krankheiten wegen der geringen Fallzahlen oft schwierig. Er werde sich daher auch auf EU-Ebene für eine bessere Vernetzung von Betroffenen und Spezialisten einsetzen, sagte Spahn. Auch die Bundesregierung werde die Vernetzung medizinischer Einrichtungen zukünftig besser fördern.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren