Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Stahlknecht: Polizeikosten für Clubs einheitlich regeln

12.06.2019 - Fußballvereine dürfen zur Kasse gebeten werden, wenn ihre Spiele mit besonders großem Polizeiaufgebot abgesichert werden. Sachsen-Anhalts Innenminister will das mit seinen Amtskollegen diskutieren - sieht aber schon klare Einschränkungen.

  • Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will die regionalen Fußballvereine auf keinen Fall an den Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. Eine direkte Beteiligung der beiden größten Vereine, Hallescher FC und 1. FC Magdeburg, würde mit Blick auf die finanzielle Struktur der Clubs eine Benachteiligung bedeuten, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Wenn das Land eine Kostenbeteiligung überhaupt erwäge, dann nur wenn klar wäre, dass die Deutsche Fußball-Liga (DFL) als Vermarkterin des Profi-Fußballs die Rechnung begleicht und sich das Geld nicht von den Vereinen zurückholt.

Stahlknecht will die Frage der Kostenbeteiligung bei Hochrisikospielen in den nächsten Tagen mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern besprechen. Die Innenminister von Bund und Ländern treffen von Mittwoch bis Freitag zu ihrem Frühjahrstreffen in Kiel zusammen. Sachsen-Anhalt dringt auf eine bundesweit einheitliche Lösung. Alleingänge einzelner Bundesländer bei der Kostenbeteiligung seien nicht hilfreich, so Stahlknecht. «Was wir brauchen, ist eine deutschlandweit gültige und konsensuale Lösung.»

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts von Ende März. Demnach ist es grundsätzlich zulässig, Fußballvereine an den Zusatzkosten der Polizei bei der Begleitung von Hochrisikospielen zu beteiligen. Als solche Partien werden etwa Spiele zwischen Vereinen eingestuft, die verfeindete Fan-Szenen haben oder viele gewaltbereite Anhänger. Sie müssen mit besonders großem Polizeiaufgebot abgesichert werden.

Vor der höchstrichterlichen Leipziger Entscheidung hatten sich der Stadtstaat Bremen der Deutsche Fußball-Liga (DFL) einen Gebührenbescheid für die Begleitung eines Hochrisikospiels geschickt. In diesem konkreten Fall ist der Rechtsstreit noch nicht entschieden.

Für Sachsen-Anhalt stellt sich die Frage nicht akut: Eine Kostenbeteiligung würde nach jetziger Lesart nur Profi-Vereine der 1. und 2. Bundesliga treffen. Sachsen-Anhalt hat nach dem Abstieg des FC Magdeburg nach einem Jahr Zweitliga-Luft allerdings wieder nur zwei Drittligisten.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren