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Theater und Ensembles: Spielpläne unter Corona-Bedingungen

30.06.2020 - Mit der Corona-Pandemie brach für Künstler eine Welt zusammen. Doch sie haben die Hände nicht in den Schoß gelegt. Und in Halle an einem neuen Spielplan gearbeitet. Kritik gibt es aber auch.

  • Blick auf das Opernhaus in Halle/Saale. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf das Opernhaus in Halle/Saale. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von «Solo Sunny» bis «La Traviata»: In Halle haben die städtischen Theater, die Oper, das Ballett und die Staatskapelle in der kommenden Spielzeit Premieren und Neuauflagen coronabedingt unter geänderten Bedingungen und mit Einschränkungen für Künstler und Besucher geplant. Bühnen- und Zuschauerräume seien umgebaut worden. Aufführungen im Schauspiel, Musik- und Tanztheater würden spannend, kreativ und mit verkürzter Dauer inszeniert, wie die Intendanten und Ensembles am Dienstag mitteilten.

Man sei «wahnsinnig glücklich», endlich wieder nun auch mit einem Spielplan arbeiten zu können. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wurde Mitte März bundesweit die Schließung von Kultureinrichtungen verordnet. Ende Mai durften Theater im Land unter Auflagen wieder den Betrieb aufnehmen.

Im Neuen Theater stehen 13 Premieren auf dem Programm im neuen Spielplan. Zu den Höhepunkten gehören die Flüchtlingsdramen «Transit» von Anna Seghers und «Die Schutzbefohlenen» von Elfriede Jelinek. Die Stücke thematisieren den Angaben nach Ängste von Menschen und den Kampf ums Überleben. Das Stück «Solo Sunny» nach dem Film von Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase - einer der bekanntesten Streifen der DDR - inszeniert Intendant Matthias Brenner (Oktober).

Zuvor kommt unter seiner Regie (September) «Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten» von Peter Handke auf die Bühne - als stummes Stück, mit Bildern und ohne Worte. «Während des Corona-Lockdowns im März, in Zeiten der körperlichen Abwesenheit und des Nicht-Miteinander-Sprechen-Könnens - ist Handkes fantasierende Beobachtung des Treibens auf einem Platz sozusagen die Utopie einer Konversation», erklärte Brenner.

Die Oper Halle zeigt zehn Neuproduktionen, darunter acht Premieren im Musiktheater und zwei Ballettabende. Zu Beginn der neuen Spielzeit werde im September Giuseppe Verdis «La Traviata» aufgeführt - statt in drei Stunden in rund 90 Minuten, ohne Pausen. Neben Klassikern wie die Oper «Teseo» von Georg Friedrich Händel werden moderne Stücke gespielt, mit Licht- und Filminstallationen.

Die Staatskapelle Halle widmet sich in den ersten Monaten der neuen Spielzeit ganz besonders dem Werk von Ludwig van Beethoven, anlässlich seines 250. Geburtstages in diesem Jahr. Das Puppentheater zeigt fünf neue Stücke, darunter «Der kleine Prinz» in moderner Version.

Bislang fest geplant seien an den Bühnen - so auch dem Thalia Theater für junges Publikum - Inszenierungen für die erste Hälfte der neuen Spielzeit 2020/2021. Das Angebot könne je nach Lage erweitert werden. Das Ballett sei - angesichts der Körperkontakte beim Tanz - von den Einschränkungen der Corona-Pandemie am stärksten betroffen. Am Freitag, dem 13. November, plant es die Premiere des Stücks «Art*house».

Die Spielzeit 2020/21 ist die letzte des Opernintendanten Florian Lutz. Er kritisierte am Dienstag bei der Pressekonferenz zum neuen Spielplan die Diskussionskultur im Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH). Diese vereint die städtischen Bühnen unter einem Dach. Es gebe im Aufsichtsrat eine teils «pogromartige» Stimmung sobald es im Kontroversen gebe. Dies sei ihm zuwider, sagte Lutz. Die Bühnengesellschaft hatte im Februar 2019 entschieden, den Vertrag mit ihm nicht zu verlängern. Lutz wechselt nach eigenen Angaben als Intendant nach Kassel (Hessen).

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