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Tullner: Schritt bei Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen

06.12.2019 - Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Ein neuer Kompromiss der Kultusminister wird aus Sicht von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner dafür sorgen, dass die Vergleichbarkeit der Schulabschlüsse steigt. «Ich bin froh, dass sich die Länder auf einen neuen Fahrplan verständigt haben», sagte der CDU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Damit werden wir gerade bei der Vergleichbarkeit der Abschlüsse einen wesentlichen Schritt nach vorn machen.» Er reagierte damit auf einen Beschluss der Kultusministerkonferenz, statt des gescheiterten Nationalen Bildungsrats ein Ersatzgremium einzurichten.

  • Marco Tullner (CDU), Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Marco Tullner (CDU), Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lange wurde daran gearbeitet, einen Nationalen Bildungsrat einzusetzen, in dem neben den Ländern auch der Bund Mitspracherecht hat. Das war zuletzt an Vetos aus Baden-Württemberg und Bayern gescheitert, die zu viel Einfluss aus Berlin befürchtet hatten.

Bildung ist traditionell Sache der Länder. Doch die Kultusminister versuchen auch auf die immer wieder zu hörenden Klagen zu reagieren, dass Abschlüsse zu unterschiedlich sind und Umzüge von Schülerinnen und Schülern von einem Bundesland zum anderen ebenso erschweren wie die Vergleichbarkeit. Erst vor wenigen Tagen hatte die Industrie- und Handelskammer Magdeburg gefordert, dass alle Schulabschlüsse bundesweit vereinheitlicht werden müssten.

Das neue Gremium soll die Kultusminister künftig wissenschaftlich beraten und helfen, das Bildungswesen weiterzuentwickeln und die Vergleichbarkeit zu erhöhen. «Der Bildungsföderalismus beweist damit seinen Reformwillen», kommentierte Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner. Details würden in den kommenden Monaten beraten. Zudem werde an einer Länder-Vereinbarung gearbeitet, die klare und konkrete Vereinbarungen umfassen werde. Das sei der richtige Weg, so Tullner. «Mit regionalen Befindlichkeiten werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern können.»

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