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Verlobter von 18-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

16.01.2020 - Sie war erst 18 Jahre alt und hatte 34 Stich- und Schnittverletzungen. Ihr Verlobter hat sie nach Überzeugung des Gerichts getötet. Die Verteidigung sieht das anders.

  • Polizeifahrzeuge stehen vor dem Landgericht in Halle/Saale. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizeifahrzeuge stehen vor dem Landgericht in Halle/Saale. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Halle (dpa/sa) - Wegen Mordes an seiner Verlobten hat das Landgericht Halle einen 29-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Damit folgten die Richter am Donnerstag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. «Der jungen Frau wurde sinnlos das Leben genommen», sagte der Vorsitzende Richter Jan Stengel. Der Mann nahm das Urteil äußerlich regungslos an. Die Verteidigung hatte auf eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung plädiert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er die 18-Jährige im Juli 2019 in Halle aus niedrigen Beweggründen tötete. «Aus Eifersucht und gekränktem Ehrgefühl hat er seiner Wut freien lauf gelassen», sagte Stengel. Es gebe keine Hinweise darauf, dass eine dritte Person oder die Mutter die Frau getötet haben könnte, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die junge Frau aus Afghanistan von ihrem Landsmann trennen wollte. Die 18-Jährige hatte den Angaben nach 34 Stich- und Schnittverletzungen. Die Mutter hatte die Tochter in der gemeinsamen Wohnung in Halle im Sommer 2019 in einer Blutlache aufgefunden. Die 18-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Die Polizei nahm den 29-Jährigen in Frankfurt/Main fest. Die Afghanin war mit dem Mann verlobt.

Die Mutter der 18-Jährigen trat in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Diese hatte ebenfalls lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Die Verteidigung erklärte, sie werde das Urteil prüfen. Ihrer Meinung nach hat der Angeklagte in einer emotionalen Situation seine Verlobte mit sechs Messerstichen verletzt, die anderen Verletzungen habe die Mutter ihrer Tochter zugefügt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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