Metall- und Elektroindustrie: Pilotabschluss

16.04.2021 Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt bekommen anstelle einer Lohnerhöhung im nächsten und übernächsten Jahr Einmalzahlungen. Bei der vierten Verhandlungsrunde einigten sich die IG Metall und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt (VME) in Magdeburg auf die Übernahme des entsprechenden Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen, wie sie im Anschluss mitteilten.

Das Logo der IG Metall ist zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Einigung sieht den Angaben zufolge eine Einmalzahlung von 500 Euro im Juni 2021 vor, Auszubildende sollen 300 Euro erhalten. Die Einmalzahlung 2022 betrage 18,4 Prozent des monatlichen Bruttogehalts. Von Februar 2023 an steige die Zahlung auf 27,6 Prozent eines Monatsentgelts. Der Tarifvertrag läuft vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien bis zum 30. September 2022.

Andreas Klatschow, Vorsitzender und Verhandlungsführer des VME, erklärte nach der Verhandlung: «Mit einer Laufzeit des Tarifvertrages von 21 Monaten bis Ende September 2022 haben unsere Unternehmen Planungssicherheit. Durch die Übernahme können sich unsere Unternehmen nun wieder auf das Wesentliche konzentrieren - den Weg aus der Krise fortsetzen.» Gleichzeitig ermögliche der Abschluss Beschäftigungssicherung.

IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger betonte, die Beschäftigten hätten unter schwierigen Bedingungen der Pandemie getrotzt und finanzielle Einbußen durch Kurzarbeit hinnehmen müssen. «Der heutige Tarifabschluss wird den unterschiedlichsten Gegebenheiten in den Betrieben gerecht und trägt für die wichtigen Punkte, mit denen wir in der Tarifrunde 2021 angetreten sind, Sorge: Einkommen steigern, Beschäftigung sichern und Zukunft gestalten.»

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