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Von Kandinsky bis Schlemmer: Moderne Meister in Moritzburg

26.09.2019 - Das Kunstmuseum Moritzburg zeigt eine hochkarätige Ausstellung zum Bauhausjubiläum mit Werken der Moderne. Damit geht das Haus zu den Ursprüngen seiner berühmten Sammlung zurück, die von den Nazis zerstört wurde.

  • Bilder von El Lissitzky betrachtet eine Frau in der Ausstellung „Meister Moderne. Das Comeback“, im Kunstmuseum Moritzburg. Foto: Peter Endig © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bilder von El Lissitzky betrachtet eine Frau in der Ausstellung „Meister Moderne. Das Comeback“, im Kunstmuseum Moritzburg. Foto: Peter Endig © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Halle (dpa) - Rund 350 Werke der Moderne aus internationalen Sammlungen zeigt das Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Anlass ist das Jubiläum «100 Jahre Bauhaus». Arbeiten von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Hans-Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Franz Marc, Georg Muche, Emil Nolde und Oskar Schlemmer sind zu sehen. Unter dem Motto «Meister der Moderne. Das Comeback» werden auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Entwürfe gezeigt. Darunter sind Arbeiten, die bislang nur selten oder gar nicht ausgestellt wurden, wie Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich am Donnerstag sagte.

Als ein Höhepunkt der Schau gilt die Präsentation von sieben Bildern aus dem ursprünglich elf Werken umfassenden Halle-Zyklus von Lyonel Feininger. Dabei werden über den Bildern des deutsch-amerikanischen Malers Entwürfe des Bauhausgründers Walter Gropius von 1927 für Halle multimedial in Szene gesetzt. Feininger hatte in der Moritzburg sein Atelier und den Blick auf den Dom, auf eines seiner berühmten Motive im Halle-Zyklus.

Gropius wollte auf einem elf Hektar großen Gelände über der Saale einen Komplex aus Museum, Sport- und Freizeitstätten bauen. Sein Entwurf wurde bei dem Architekturwettbewerb abgelehnt. Die Vision einer sogenannten Stadtkrone für Halle wurde auch nie realisiert. Besucher der Ausstellung können sich mit virtuellen Brillen über das fiktive Areal und durch die Moritzburg begeben.

Das Museum in Halle besaß nach eigenen Angaben bis in die 1930er Jahre eine der bedeutendsten Sammlungen für zeitgenössische Kunst, die klassische Moderne. Dazu gehörten Werke des Expressionismus und Konstruktivismus. Nach der Machtergreifung der Nazis wurde die Sammlung als «Entartete Kunst» zerstört. Insgesamt 147 Kunstwerke gingen laut Museum verloren.

Mit der Ausstellung kommen 40 dieser Arbeiten als Leihgaben aus öffentlichen und privaten internationalen Sammlungen, aus den USA, Japan und Europa, wieder zusammen. Mit den Werken aus eigenen Beständen, wie 15 zurückerworbene Bilder, lasse die Schau die einstige Sammlung nach Jahrzehnten wiedererstehen für die Dauer der Ausstellung, wie der Museumsdirektor erklärte.

Die Schau wird von Bund und Land unterstützt. Sie ist nach der Eröffnung des Bauhaus Museums Dessau Anfang September die zentrale Sonderausstellung Sachsen-Anhalts zum Bauhausjubiläum. Der Architekt Gropius hatte das Bauhaus vor 100 Jahren in Weimar gegründet. Es zog nach Dessau um, wo es seine Blütezeit erlebte. Nach einem erneuten Umzug nach Berlin wurde das Bauhaus 1933 endgültig auf Druck der Nazis geschlossen. Es gilt bis heute als einflussreichste Schule für Architektur, Kunst und Design. Die Ausstellung in der Moritzburg öffnet am Sonntag für Besucher. Sie dauert bis zum 12. Januar 2020.

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