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Wärmere Temperaturen: Zeckenzeit in Sachsen-Anhalt beginnt

02.04.2020 - Steigen die Temperaturen, dann erwacht sie aus ihrer Winterstarre: Die Zecke. Ein Mal aktiv, sucht sie Opfer, um Blut zu saugen. 2019 erkrankten Hunderte Sachsen-Anhalter nach einem Zeckenbiss.

  • Ein Schild warnt vor Zecken. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild warnt vor Zecken. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Klein, aber gefährlich: Mit steigenden Temperaturen beginnt in Sachsen-Anhalt wieder die Zeckenzeit. Die winzigen Spinnentiere könnten gefährliche Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, wie Andreas Gramatke vom Landesamtes für Verbraucherschutz in Halle erklärte. Im vergangenen Jahr wurden etwas weniger Krankheitsfälle gezählt als noch 2018.

Nach Angaben der Behörde gab es im vergangenen Jahr 503 Lyme-Borreliose-Fälle im Land. 2018 waren es 530. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin auf seiner Internetseite erklärt, sei Borreliose meist an einer ovalen Rötung der Haut sowie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen zu erkennen. Wichtig sei eine frühzeitige Therapie, falls erste Symptome auftauchten.

FSME kommt hingegen weitaus seltener vor. 2019 wurden in Sachsen-Anhalt laut Landesamt für Verbraucherschutz fünf FSME-Fälle registriert. Im Vorjahr gab es nur einen Fall. Die Krankheit verläuft nach RKI-Angaben in einigen Fällen in zwei Phasen und beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden. Gibt es eine zweite Phase, dann folgen Ausfälle im Nervensystem wie Anfallsleiden oder andauernde Kopfschmerzen.

Die steigende Gefahr vor Zeckenbissen beginnt laut Experten im Frühling. «Liegt die Temperatur unter sieben Grad Celsius, fallen Zecken, gut geschützt vor Frost, in Winterstarre», sagte Gramatke. Bei steigenden Temperaturen würden die kleinen Tiere aktiv. Auch in milden Wintern könnten sie gefährlich werden. Laut Deutschem Wetterdienst soll die zweite Wochenhälfte in Sachsen-Anhalt deutlich wärmer werden. Auch zweistellige Temperaturen sind möglich.

Sich zu schützen ist laut RKI schwierig, da es keinen für Menschen zugelassenen Impfstoff für Borreliose gibt. In der freien Natur sollten daher möglichst lange Hosen und Hemden sowie feste Schuhe getragen werden, um möglichst viel Körperkontakt zu vermeiden. Außerdem gebe es Abwehrmittel gegen Zecken für die Haut, hieß es online. Nach Aufenthalten in Gebieten mit potenziellem Zeckenvorkommen sollte der Körper - vor allem auch bei Kindern - sorgfältig nach Zecken abgesucht werden.

Laut RKI gehört Sachsen-Anhalt nicht zu den Risikogebieten für eine Infektion mit FSME. Besonders gefährlich kann es den Angaben zufolge unter anderem im Süden von Deutschland sowie in Teilen von Thüringen und Sachsen werden.

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