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Weinlese an Saale und Unstrut endet mit Ertragseinbußen

21.10.2020 - Die kalte «Sophie» hat den Winzern Frost und Frust im Mai gebracht. In den Weinkellern fehlen nun viele Trauben zur Verarbeitung. Weinfreunde könnten sich dennoch freuen.

  • Ein Mann greift auf einem Weingut nach einer Traube. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann greift auf einem Weingut nach einer Traube. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut ist die Ernte für den Jahrgang 2020 eingefahren. Wie der Präsident des Weinbauverbandes Hans Albrecht Zieger sagte, liegt die Erntemenge mit einem Minus von 15 Prozent deutlich unter der von 2019. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt haben die Winzer in diesem Jahr Ertragseinbußen von 35 Prozent hinnehmen müssen. «2020 ist qualitativ ein gutes, mengenmäßig ein sehr kleines Weinjahr», sagte er. Vor allem der Frost am 12. Mai habe den Reben zugesetzt. «Die kalte Sophie hat uns böse erwischt», sagte Zieger angesichts der Wetterlage während der «Eisheiligen».

2020 sei für das Anbaugebiet ein ganz außergewöhnliches Jahr gewesen. «Es hat bei uns an Ecken Frost gegeben, wo es noch nie Frost gab, und da, wo sonst immer Frost war, gab es in diesem Jahr keinen», sagte er mit Blick auf die 1000-jährige Geschichte des Anbaugebietes. Feuchtigkeitsdefizite wegen der regenarmen Jahre 2019 und 2018 haben die Weinstöcke in dem kleinen Weinanbaugebiet auch belastet.

Dieses erstreckt sich hauptsächlich vom Süden Sachsen-Anhalts bis nach Thüringen. Saale-Unstrut gehört zu den kleinen unter den 13 Anbaugebieten von Qualitätswein in Deutschland. Typisch für die Region mit ihren alten Weinbergterrassen entlang der beiden Flüsse sind trockene Weiß- und Rotweine. Dazu gehören Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Silvaner, Riesling, Portugieser und Dornfelder.

Nach Angaben des Weinbaupräsidenten wurden 2019 im Anbaugebiet Trauben für rund 3,3 Millionen Liter Wein geerntet. Der langjährige Durchschnitt liege bei 5,2 Millionen Liter. «In diesem Jahr werden wir deutlich unter drei Millionen Liter sein», sagte Zieger. Das Mengendefizit werde sich auf den Verkauf im Einzelhandel auswirken. «Es wird aber noch genügend Saale-Unstrut-Wein geben. Vor allem ab Hof», sagte der Weinbaupräsident.

Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (Bodenheim) hat der Sommer 2020 die Weinlese beschleunigt, da Sonnenschein und warmes Wetter die Trauben schnell haben reifen lassen. Im Anbaugebiet Saale-Unstrut wurde laut Verband je nach Lage auch eher Wein geerntet als sonst.

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