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Baustart für letzte Kilometer der Autobahn 143

03.12.2019 - Ein Teil ist seit Jahren fertig, der andere fehlt noch. Nun haben die Bauarbeiten für das letzte Stück der Autobahn 143 begonnen. Jahrelang wurde um den Weiterbau im Naturschutzgebiet gestritten.

  • Die Westumfahrung von Halle, die Autobahn 143, endet in einem Feld. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Westumfahrung von Halle, die Autobahn 143, endet in einem Feld. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Salzmünde (dpa/sa) - Nach jahrelangem Streit ist am Dienstag mit dem Weiterbau der letzten Kilometer der Autobahn 143 westlich von Halle begonnen worden. «Sachsen-Anhalt ist ein erfolgreiches Bundesland, das Infrastruktur braucht, um auch Arbeitsplätze hier anzusiedeln und deshalb ist es auch die richtige Entscheidung, hier eine Autobahn zu bauen», sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beim Spatenstich in Salzmünde (Saalekreis). Er trug als einziger Gummistiefel.

Die knapp 13 Kilometer lange Trasse soll bis 2025 fertiggestellt werden. Bislang ist nur ein rund neun Kilometer langes Teilstück der A143 befahrbar. Die Strecke soll künftig die A14 mit der A38 durchgängig verbinden. Mit dem Weiterbau wird zugleich der letzte Schritt zum Abschluss des Verkehrsprojektes «Deutsche Einheit 13» getan.

Jahrelang tobte ein erbitterter Rechtsstreit um den Lückenschluss der A143. Gegner des Projekts sahen einen wichtigen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten gefährdet, Befürwortern hingegen galt die Trasse jeher als Garant für weniger Verkehr, Staus und schlechte Luft in Halle.

«Wir haben Baurecht», betonte Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) mit Blick auf Dutzende Demonstranten, die am Rande der Veranstaltung lautstark gegen das Projekt protestierten. Sie hatten Transparente und mehrere Ponys dabei. «Es ist auch eine Maßnahme des Umweltschutzes», sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Der Stadtverkehr werde entlastet. Zudem sei die neue Infrastruktur notwendig, um die Mobilität der Menschen zu ermöglichen. Er bezog sich auch auf die perspektivisch wegfallenden Arbeitsplätze im Kohleabbau.

Das Projekt soll rund 350 Millionen Euro kosten; 2025 sollen die ersten Autos über die fertiggestellte A143 rollen. Damit ist zugleich die sogenannte Mitteldeutsche Schleife - ein Autobahnkreis um Halle und Leipzig über die A14, A38 sowie A143 - fertig.

2007 gab das Bundesverwaltungsgericht dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Recht und urteilte, dass die Pläne für den Weiterbau mit Blick auf den Naturschutz nachjustiert werden müssten. Bauplaner überarbeiteten daraufhin das Vorhaben. Zu den Nachbesserungen gehörte unter anderem ein rund 300 Meter langer Tunnel mit modernster Lüftungstechnik, um das Gebiet zu schützen. Eine letzte Klage wurde im Juni abgewiesen, danach war der Weg für den Weiterbau frei.

Das Verkehrsprojekt «Deutsche Einheit 13» ist nach Ministeriumsangaben eines von 17 in den 1990er Jahren beschlossenen Projekten, um die Anbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland zu verbessern. Das Vorhaben umfasst den Neubau der Südharzautobahn A38 zwischen Göttingen und Halle sowie die Westumfahrung A143. Vor rund 15 Jahren war der erste Teil der A143 fertiggestellt worden.

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