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West-Nil-Virus tritt erstmals in der Mückensaison 2020 auf

24.07.2020 - In Sachsen-Anhalt ist in der diesjährigen Mückensaison wieder das West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Die ersten beiden Fälle seien bei Vögeln aufgetreten, bei einer Alpendohle aus Halle sowie einem Uhu aus Bernburg, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz am Freitag mit. Die Infektionen seien am 15. Juli und am 21. Juli festgestellt worden. Erstmals sei das ursprünglich aus Afrika stammende und von Stechmücken übertragene Virus im Land 2018 aufgetreten, vermehrt dann auch 2019. In diesem Jahr habe es außerhalb Sachsen-Anhalts schon Nachweise in Berlin und Erfurt gegeben.

  • Eine Mücke saugt Blut aus einem Arm. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mücke saugt Blut aus einem Arm. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

An der Infektion erkranken Vögel, aber auch Pferde und Menschen. Beim Menschen verläuft die Infektion dem Landesamt zufolge überwiegend unauffällig oder mild. Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickelten eine fieberhafte Erkrankung, die drei bis sechs Tage andauere. Nur etwa jede 150. infizierte Person erkranke schwer. Eine Schutzimpfung gebe es nicht. Deshalb gilt Mückenschutz als bestes Mittel.

Im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge 29 von bundesweit 88 West-Nil-Virus-Fällen auf Sachsen-Anhalt entfallen. Zwölf davon traten bei Vögeln auf und 17 bei Pferden.

Das Robert Koch-Institut hält Ansteckungen mit der Tropenkrankheit West-Nil-Fieber in Deutschland dauerhaft für möglich, wie es im Juni mitgeteilt hatte. Erfahrungen mit dem Erreger in südeuropäischen Ländern ließen vermuten, dass sich das West-Nil-Fieber in Deutschland etablieren und wahrscheinlich weiter ausbreiten werde. Vor allem längere Sommer mit hohen Temperaturen könnten zu einer verlängerten Saison und einer weiteren räumlichen Ausbreitung beitragen.

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