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Metaller-Tarifverhandlungen erneut ergebnislos vertagt

26.01.2021 - Im Streit um mehr Geld für die Metaller in Sachsen-Anhalt haben Arbeitgeber und Gewerkschaft auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt. Es seien konstruktive Gespräche geführt worden, sagte der Chef des Landesverbands der Metall- und Elektroindustrie (VME), Andreas Klatschow, am Dienstag. Er gehe davon aus, dass beide Parteien bei der nächsten Runde einer Einigung sehr nahe kommen könnten.

  • Das IG Metall-Logo. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das IG Metall-Logo. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger, zeigte sich von den bisherigen Fortschritten enttäuscht. Er erwarte, dass die Arbeitgeberseite beim nächsten Treffen ein Angebot vorlege. Gröger bekräftigte die Forderung nach 4 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Damit liegen die Vorstellungen von Gewerkschaft und Unternehmensverband weiterhin weit auseinander.

Die Branche sei in einer Strukturkrise, die von der derzeitigen Corona-Krise noch vergrößert werde, sagte VME-Chef Klatschow. «Wir sehen derzeit keine Spielräume.» Heißt: Der Arbeitgeberverband will gern eine Nullrunde durchsetzen.

Er habe Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber ihre schwierige Situation schilderten, sagte Gröger. «Es wurde aber mit keiner Silbe darauf eingagenen, wie schwierig die Situation für die Beschäftigten ist.» Die Metaller hätten sich in den vergangenen Monaten flexibel gezeigt, seien aus und wieder in die Kurzarbeit gewechselt, hätten Hygienekonzepte umgesetzt. Ein Entgeltplus würde den privaten Konsum ankurbeln und der wirtschaftlichen Erholung zugute kommen, so Gröger.

Derzeit laufen bundesweit Tarifverhandlungen für die Metaller. Vorige Woche hatten unter anderem die Tarifparteien im benachbarten Niedersachsen ihre Verhandlungen ergebnislos vertagt. In Sachsen-Anhalt gilt der Flächentarifvertrag laut VME für rund 10 000 Beschäftigte. Die meisten arbeiten im Maschinen- und Anlagenbau. Die Tarifgespräche sollen am 17. Februar fortgesetzt werden.

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