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«Totgesagte leben länger»: FCC bejubelt «Wunder von Jena»

19.05.2019 - Einfach nur Erleichterung beim FC Carl Zeiss Jena. Sechs Siege in den letzten sieben Spielen - der FCC bleibt in der 3. Liga. Mannschaft und Trainer sind überglücklich und stolz. Einige Fans sorgen vor dem entscheidenden Spiel aber für Ausschreitungen.

  • Lukas Kwasniok. Foto: Thomas Eisenhuth/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Lukas Kwasniok. Foto: Thomas Eisenhuth/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jena (dpa/th) - Der FC Carl Zeiss bejubelt das «Wunder von Jena». «Es ist einfach Erleichterung da», sagte Trainer Lukas Kwasniok: «Nach dem zweiten, dritten Bier kommt auch die emotionale Freude.» Sichtlich ergriffen freute er sich mit seiner Mannschaft und den Fans über die geglückte Aufholjagd des FCC mit dem sechsten Sieg in den letzten sieben Saisonspielen. «So aussichtslos, so unrealistisch», sei der Verbleib in der 3. Fußball-Liga gewesen. So wahr ist er nun.

«Totgesagte leben länger», stand unter anderem auf den T-Shirts, die Spieler und Trainer nach dem 4:0 gegen den TSV 1860 München am Samstag zum Start der Dauerparty überstreiften. «Es ist einfach unglaublich, wenn man an sich glaubt, was man damit erreichen kann. Schließlich sind wir auch nur Menschen», meinte Kwasniok.

Nach einem Eigentor durch Kristian Böhnlein in der zehnten Minute erhöhte Felix Brügmann sieben Minuten später. Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute machte Maximilian Wolfram (67./68.) den entscheidenden Sieg vor ausverkaufter Kulisse perfekt.

So ausgelassen nach dem Erfolg gefeiert wurde, so betrüblich waren einige Szenen vor dem Spiel. Bei Angriffen durch Jenaer Fans wurden 13 Polizisten leicht verletzt, ein Beamter musste ins Krankenhaus gebracht werden. «Er ist nicht mehr dienstfähig», teilte die Polizei mit.

Auf dem Weg ins Ernst-Abbe-Sportfeld hätten etwa 500 Fans eine Polizeikette durchbrochen. An einem Stadioneingang sei es zu einem weiteren Angriff auf die Polizei gekommen, die Beamten seien mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen worden, erklärte die Polizei, die mit dem Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfer reagierte.

«Die kurzzeitig eskalierte Lage wurde mit Hilfe von Stadionansagen und des Fanbeauftragten befriedet», hieß es in der Mitteilung. «Wir müssen uns entschuldigen», sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster in der Halbzeitpause beim MDR.

Die Vorfälle werden sicherlich ein Nachspiel haben, in der Stunde des Nichtabstiegs überwog aber die unbändige Freude über den famosen Schlussspurt in der Liga. «Ich bin furchtbar stolz, was die Mannschaft und man selbst erreicht hat», sagte Brügmann.

Am 31. Spieltag hatte der FCC noch auf dem vorletzten Platz gelegen, der Rückstand auf den rettenden 16. Tabellenrang betrug acht Punkte. Am 35. Spieltag stand Jena auf dem 16. Platz. Der 14. Rang wurde es nach dem letzten Spieltag - ein Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. «Es war eine brutale Zeit für mich und die Mannschaft», sagte Trainer Kwasniok zu den vergangenen Wochen und Monaten.

Er hat den Posten erst im Dezember vergangenen Jahres von Mark Zimmermann übernommen. «Das ist eine herausfordernde Situation», sagte damals Jenas Geschäftsführer Förster. Kwasniok und die Mannschaft haben sie gemeistert.

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