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13,5 Millionen für neues Batterie-Forschungszentrum

10.07.2020 - Forschung und Fertigung an einem Ort: Noch vor Beginn der Produktion von Batteriezellen für Elektroautos hat in Arnstadt jetzt ein Fraunhofer-Batteriezentrum die Arbeit aufgenommen. Thüringen beackert damit weiter das Zukunftsfeld der Elektromobilität.

  • Wolfgang Tiefensee (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfgang Tiefensee (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringen baut seine Forschungskapazitäten für die Batteriefertigung weiter aus. Bis 2025 unterstütze der Freistaat den Aufbau eines Batterie-Forschungszentrums in Arnstadt mit mehr als 13,5 Millionen Euro. Darauf verwies Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Freitag bei der Eröffnung des Instituts im Industriegebiet Erfurter Kreuz.

Die neue Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Hermsdorf wird künftig bei der anwendungsorientierten Forschung mit dem Batteriezellenwerk des chinesischen CATL-Konzerns zusammenarbeiten. Die neue Fabrik für Elektroauto-Batteriezellen entsteht in unmittelbarer Nähe des Standorts. Trotz zeitlicher Verzögerungen durch die Corona-Pandemie werde weiter an dem Plan festgehalten, 2022 die Produktion von Batteriezellen in Arnstadt aufzunehmen, betonte CATL-Europachef Matthias Zentgraf.

Mittelfristig sollen in der nach eigenen Angaben ersten Gigawattfabrik Deutschlands etwa 2000 Mitarbeiter Lithium-Ionen-Batterien herstellen. Vor Beginn der Großserienproduktion in Arnstadt solle bereits zu Beginn des nächsten Jahres in Erfurt die Modulfertigung anlaufen, in der aus China zugelieferte Batteriezellen zusammengesetzt werden. Die Modulfertigung erfolgt laut Zentgraf in umgebauten Räumen, die CATL vom insolventen Photovoltaik-Hersteller Solarworld übernommen hat.

Ziel des neuen Batterie-Innovations- und Technologie-Centers in Arnstadt sei es, Lösungen für die vernetzte, digital unterstützte Produktion von Batteriezellen und -modulen zu erarbeiten, sagte IKTS-Leiter Alexander Michaelis. Dabei kämen unter anderem keramische Materialien und hochmoderne Sensoren zum Einsatz. Geplant seien dafür ebenfalls Kooperationen etwa mit der Technischen Universität Ilmenau und den Hochschulen in Jena sowie Gera-Eisenach.

In der Aufbauphase werden laut IKTS rund 15 Beschäftigte in der Einrichtung arbeiten. Die Mitarbeiterzahl soll in den nächsten fünf Jahren dann auf 35 steigen. Das Forschungscenter, das an der Optimierung der Produktionsprozesse arbeite, sei ein wichtiger Baustein, um Thüringen in den nächsten Jahren zu einem führenden Batteriestandort zu entwickeln, hob Wirtschaftsminister Tiefensee hervor. Um Wettbewerber auf dem Markt zu schlagen, brauche die Forschung das gleiche Schrittmaß wie die Industrie. Arnstadt gebe hier die Blaupause.

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