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40 Prozent weniger Feldvögel in Thüringen

08.05.2019 - Erfurt (dpa/th) - Immer mehr Arten in Thüringen sind auf dem Rückzug. Allein die Zahl der Feldvögel sei im Vergleich zu den 1980er Jahren um 40 Prozent gesunken, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Mittwoch im Landtag. «Es fehlen Brutplätze und Insekten und Pflanzen als Nahrung.» Vertreter von Linke, SPD, Grüne und CDU erklärten, das Artensterben habe weltweit dramatische Ausmaße angenommen.

  • Mit seinem leuchtend bunten Gefieder steht ein männlicher Fasan (Phasianus colchicus) in einem Feld. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mit seinem leuchtend bunten Gefieder steht ein männlicher Fasan (Phasianus colchicus) in einem Feld. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringen verstärke deshalb den Klima- und Gewässerschutz mit neuen Gesetzen. Auch bei der Versiegelung von Flächen und in der Landwirtschaft müsse umgesteuert werden. «Der Wucht der Veränderung können viele Arten nichts entgegensetzen», sagte Siegesmund.

Nach Angaben des Grünen-Abgeordneten Roberto Kobelt werden in Thüringen täglich 4,8 Hektar versiegelt - für Siedlungen, Gewerbe- und Verkehrsflächen. Der Naturschutz müsse verstärkt werden.

Wie Siegesmund kritisierte die CDU-Abgeordnete Christina Tasch die wachsende Zahl an Stein- und Schottergärten auch in Thüringen, die Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten keine Nahrung bieten. Tasch plädierte dafür, Abstände bei der Grasmahd durch die Landwirtschaft zu gewährleisten. «Sonst haben Wiesenbrüter und Wiesenblumen wenig Chancen.»

Nach einer neuen Expertenprognose sind weltweit eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.

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