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AWO lobt geplante Entlastung von Kindern Pflegebedürftiger

14.08.2019 - Erfurt (dpa/th) - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Thüringen hat die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angestrebte finanzielle Entlastung der Angehörigen von Pflegebedürftigen begrüßt. Aus Sicht des Verbandes, der in Thüringen mehrere Pflegeeinrichtungen betreibt, geht das geplante Gesetz aber nicht weit genug. Es verhindere nicht, dass Pflegebedürftige selbst in die Sozialhilfe abrutschen, wenn sie sich die Heimkosten nicht mehr leisten können, kritisierte AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. Heils Gesetzentwurf sieht vor, dass Kinder von Pflegebedürftigen sich erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro an den Heimkosten ihrer Eltern beteiligen sollen.

  • Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. Foto: Christoph Schmidt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. Foto: Christoph Schmidt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Thüringen müssen Bewohner von Pflegeheimen durchschnittlich 1322 Euro pro Monat aus eigener Tasche zu ihrer Pflege beisteuern, wie eine Auswertung der gesetzlichen Krankenkassen zu Jahresbeginn ergeben hatte. Das ist deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt von 1830 Euro. Hintergrund: Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt je nach Pflegebedarf nur einen bestimmten Anteil an den Pflegekosten.

Angesichts zu erwartender Lohnsteigerungen in der Pflege rechnen Kassen und Wohlfahrtsverbände mit höheren Belastungen für Thüringer Pflegebedürftige. Sind diese nicht in der Lage, ihren Eigenanteil aufzubringen, springt die Sozialhilfe ein. In den AWO-Heimen betreffe dies etwa 30 Prozent der Bewohner, so der Verband. In Thüringen leben mehr als 100 000 Pflegebedürftige.

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