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Abwasserkosten in Gera, Erfurt und Jena im Mittelfeld

18.06.2020 - In vielen süddeutschen Städten sind die Abwassertarife vergleichsweise günstig - Bewohner in Thüringens größeren Städten müssen dagegen etwas tiefer in die Tasche greifen. Worms, Ludwigsburg und Karlsruhe führen eine Rangliste an, die das Beratungsunternehmen IW Consult für den Eigentümerverband Haus und Grund erstellt hat. Dort werden den Berechnungen zufolge für eine vierköpfige Familie im Jahr zwischen 240 und 307 Euro fällig. In Erfurt sind es den Angaben zufolge rund 417 Euro, in Jena etwa 520 und in Gera 523 Euro.

  • Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes «Raum Offenburg» bei Griesheim. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes «Raum Offenburg» bei Griesheim. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dabei verzeichnete vor allem Gera in den vergangenen Jahren eine Preissteigerung: Den Berechnungen nach lag der Wert 2017 noch bei rund 412 Euro. Höhere Schmutz- und Niederschlagswassergebühren werden als Grund dafür aufgeführt. Die Autoren gehen davon aus, dass wiederum der Grund dafür in sinkenden Einwohnerzahlen in Kombination mit steigenden Kosten liegen dürfet.

Zu den günstigsten zehn unter den 100 größten deutschen Städten zählen etwa auch Hanau, Freiburg und Augsburg. Dort werden für den Beispielfall der vierköpfigen Familie höchstens 370 Euro fällig. Am meisten für das Abwasser zahlen demnach die Bürger Potsdams. Die Jahresrechnung für eine vierköpfigen Familie liegt dort bei knapp 940 Euro und fällt damit 700 Euro höher aus als in Worms.

«Das Badewasser abzulassen oder die Toilettenspülung zu betätigen, kostet in einigen Regionen Deutschlands doppelt oder gar dreimal mehr als in anderen», kritisierte der Verband anlässlich der Vorstellung des Gebührenvergleichs am Donnerstag. In vielen Städten seien die Gebühren zu hoch, sagte Präsident Kai Warnecke. «Viele Bürger zahlen damit Jahr für Jahr zu viel an Gebühren.»

Die Stadtwerke halten nichts von solchen Analysen. Die Entgelte seien nicht vergleichbar, hieß es beim Verband kommunaler Unternehmen. Denn Rahmenbedingungen wie Geografie und Bevölkerungsstruktur führten zu unterschiedlichen Kosten. Wie teuer es ist, Abwasser zu reinigen, hängt auch von Industrie und Landwirtschaft in der Region ab.

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