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Andere Protestformen auf Aktionsplan von Fridays for Future

03.01.2020 - In Jena und Erfurt gibt es die größten Gruppen der Thüringer Klimaaktivisten von Fridays for Future. Im neuen Jahr wollen sie ihre Strategie ändern.

  • Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Jena (dpa/th) - Thüringer Gruppen der Fridays for Future- Bewegung haben angekündigt, 2020 nur noch einmal im Monat für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Bisher gingen die Schüler, Studierenden und andere Teilnehmer deutlich öfter an Freitagen auf die Straßen. Gleichzeitig wollen die Gruppen in Erfurt und Jena verstärkt andere Protestformen nutzen, wie deren Vertreter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärten.

«Wir können uns vorstellen großflächige Banner über längere Zeiträume an öffentlichen Orte zu hängen», sagte Marvin Volk, Aktivist aus Erfurt. Auch mit Theateraktionen seien schon gute Erfahrungen gesammelt worden. Zudem gebe es die Überlegung, die Demos an den Tagen durchzuführen, an denen auch die Fahrradkolonnen der Critical Mass-Initiative für radfreundlichere Verkehrspolitik durch die Landeshauptstadt rollen.

«Wir wollen auch viel öfter kleinere Fridays for Future-Gruppen auf dem Land unterstützen», sagte Volk. Solche Ortsgruppen leisteten viel, was aber nicht immer so wahrgenommen werde. «Nicht nur die drei große Städte, sondern auch der Rest von Thüringen soll mitbekommen, worum es uns geht», so Volk. 2019 habe die weltweite Klimabewegung unglaublich viel bewegt und dem Thema viel Aufmerksamkeit beschert. «Aber die Politik hängt stark hinterher.»

Auch in Jena planen die Aktivisten in der Regel nur noch eine Demo im Monat, wie einer ihrer Vertreter, Justus Heuer, sagte. «Die Idee ist, die Demos nicht ganz so regelmäßig zu machen, damit sie keinen Anreiz verlieren und die Aufmerksamkeit hoch bleibt.»

Auch in der Uni-Stadt wolle man andere Protestformen erproben. Heuer spricht etwa von Kostümen. «Kurz vor Weihnachten haben wir leere Weihnachtsgeschenkpäckchen als «Klimapakete» verteilt», so Heuer. Ähnliche Aktionen seien denkbar.

Die große Koalition der Union und SPD im Bund hatte 2019 ein Paket für mehr Klimaschutz auf den Weg gebracht. Kritiker halten das für unzureichend.

Die Schwedin Greta Thunberg hatte die weltweite, vor allem von Schülern und Studierenden getragene Klimabewegung Fridays for Future angestoßen. Kritiker bemängeln, dass gerade Schüler für die Teilnahme an den Freitagsdemos häufig Unterricht schwänzen.

Solidarität für die Bewegung hatte dagegen unter anderem Thüringens amtierende Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) bekundet. Junge Menschen forderten zu Recht Generationengerechtigkeit, hatte sie Anfang Dezember gesagt. Auch der Druck der Proteste auf den Straßen habe immerhin zu Verbesserungen beim Klimapaket geführt.

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