Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Awo Mitte West und Verdi: Tarifvertrag bis Ende des Jahres

13.05.2019 - Nach der Abspaltung vom Arbeitgeberverband der Awo Thüringen geht es für den Regionalverband Mitte-West in die Verhandlungen mit Verdi. Regionalverbandschef Chef Frank Albrecht geht davon aus, dass bis Ende des Jahres ein Vertrag steht.

  • Das Logo der AWO. Foto: Jens Wolf/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der AWO. Foto: Jens Wolf/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Der Regionalverband Mitte-West der Arbeiterwohlfahrt will mit der Gewerkschaft Verdi noch in diesem Jahr einen neuen Tarifvertrag für seine 1200 Beschäftigten aushandeln. Das gab der Chef des Regionalverbands, Frank Albrecht, am Montag in Erfurt bekannt. «Unser Wunsch ist, dass er zum 1.1.2020 in Kraft tritt», sagte er. Verdi-Chef Frank Bsirske begrüßte den Entschluss des Verbands, sich dabei am Tarifniveau des Öffentlichen Dienstes orientieren zu wollen. Dieses sei am ehesten dazu geeignet, etwa die Attraktivität des Altenpflegerberufs zu steigern.

Im April hatte der Awo-Regionalverband Mitte-West angekündigt, künftig mit der Gewerkschaft Verdi über Tarifverträge verhandeln zu wollen und nicht mehr mit der Gewerkschaft DHV im Christlichen Gewerkschaftsbund.

Dafür trennten sich Mitte-West und der Thüringer Arbeitgeberverband der Awo. Stattdessen trat der Regionalverband, dessen Gebiet anderem Weimar, Jena, das Weimarer Land, den Unstrut-Hainich-Kreis sowie Sömmerda umfasst, in den Arbeitgeberverband der Awo Deutschland ein.

Dass die anderen Awo-Regionalverbände dem Beispiel bislang nicht gefolgt sind, erklärte sich Bsirske mit einem «Moment der Ungleichzeitigkeit». Es gebe ein «Handlungserfordernis, angesichts einer absehbar stark zunehmenden Anzahl Pflegebedürftiger zu mehr Fachkräften in diesem Berufsfeld zu kommen», sagte er. Die Situation sei alarmierend.

Es gebe in Thüringen eine Abwanderung von Fachkräften nach Bayern und Hessen. «Das ist im Grunde das Fiasko einer Politik, die viele Jahre lang darauf gesetzt hat, den Wettbewerb zwischen Altenpflegeeinrichtungen und anderen Einrichtungen nicht über die Qualität des Angebots, sondern über Löhne - das heißt auf dem Rücken von Beschäftigten - auszutragen», sagte Bsirske. Er bezeichnete den Awo-Regionalverband Mitte-West als Vorreiter.

Laut Bsirske werden die Beschäftigten in der Altenpflege sehr unterschiedlich bezahlt. Während die Spanne nach den Verträgen des Öffentlichen Dienstes je nach Beschäftigungsjahre zwischen 2800 und 3500 Euro monatlich liege, gelte bei der Awo in Thüringen derzeit ein Vertrag mit Löhnen zwischen 2200 Euro bis 3000 Euro bei der Altenpflege.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren