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Bauernverband sieht in neuem Förderprojekt nur bedingt Sinn

20.10.2020 - Der Thüringer Bauernverband hat verhalten auf ein neues Förderprojekt für von Mäusen geplagte Rapsbauern reagiert. Für einzelne Landwirte möge sich die Förderung lohnen, sagte der Pressesprecher des Verbands, Axel Horn, am Dienstag. «Das löst das Problem nicht», sagte Horn. Denn die Förderung sei keine wirkliche Entschädigung für bereits von den Mäusen geschädigte Flächen. Jeder Bauer müsse selbst ausrechnen, ob es für ihn sinnvoll sei, das Projekt umzusetzen.

  • Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Die Grünen). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Die Grünen). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Umweltministerium stellt Rapsbauern unter bestimmten Bedingungen 962 Euro pro Hektar für die Aussaat von Blühflächen auf von Mäusen geschädigten Feldern zur Verfügung. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) erklärte, damit quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: So könnten betroffene Bauern und durch die Blühflächen auch die Artenvielfalt unterstützt werden.

Thüringens Bauern haben in diesem Jahr über eine massive Feldmausplage geklagt und Gift gegen die Nager einsetzen wollen. Daran störten sich Naturschützer, die vor allem die bedrohten Feldhamster dadurch in Gefahr sahen. Nach einigem Hin und Her einigte sich die rot-rot-grüne Landesregierung vor etwa zwei Wochen darauf, den Bauern den Einsatz von Gift zu erleichtern. Doch der Beschluss kam aus Sicht des Bauernverbands zu spät. «Der Raps wurde schon weggefressen», sagte Verbandssprecher Horn.

Auch die oppositionelle CDU-Fraktion im Landtag ließ wenig Gutes an dem Fördervorstoß. Ihr landwirtschaftspolitische Sprecher Marcus Malsch sprach von eine ideologischen Nebelkerze: «Es komme schon fast einem Schildbürgerstreich nahe, die Überpopulation von Feldmäusen auf den Feldern zu bekämpfen, indem einfach die Felder abgeschafft werden.»

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