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Mütze von totem Baby könnte Hinweise auf Identität bringen

26.04.2019 - Es ist ein schockierender Fund: Zwei Spaziergänger entdecken am Osterwochenende im Ilm-Kreis eine Babyleiche. Nun setzt die Polizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Fall aufzuklären.

  • Bei einer Pressekonferenz werden Bilder von Kleidungsstücken gezeigt, die das tote Baby beim Fund getragen hat. Foto: WichmannTV © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bei einer Pressekonferenz werden Bilder von Kleidungsstücken gezeigt, die das tote Baby beim Fund getragen hat. Foto: WichmannTV © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gotha (dpa/th) - Nach dem Fund einer Babyleiche am Osterwochenende in einem Waldstück bei Geschwenda im Ilm-Kreis haben die Ermittler noch keine heiße Spur. Hoffnung setzen die Behörden deshalb jetzt auf die Mithilfe der Bevölkerung, wie Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen von der Generalstaatsanwaltschaft Thüringen am Freitag sagte. Insbesondere die Bekleidung des kleinen Mädchens könnte Anhaltspunkte ergeben. Auffällig sei vor allem eine Babymütze «Matcholino» der Firma Sanetta, die seit 25 Jahren nicht mehr vertrieben werde.

Todeszeitpunkt und Todesursache seien weiterhin nicht bekannt, sagte der Oberstaatsanwalt. Es stehe lediglich fest, dass das Kind bei seinem Tod höchstens drei Monate alt war. Die Ermittler schließen seinen Worten nach einen Unfall, einen plötzlichen Kindstod oder eine tödlich verlaufene Infektion aus. «Sonst wäre das Kind nicht auf diese Weise entsorgt worden.» Es laufe deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags, das sich in erster Linie gegen die noch unbekannte Mutter richte.

Wie Grünseisen weiter sagte, laufen derzeit auch die Untersuchungen nach möglichen DNA-Spuren an den aufgefundenen Kleidungsstücken. Darunter war auch eine Damenbluse. Es sei aber sehr schwierig, derartiges Material an den Textilien aufzuspüren und zu sichern.

Jens Büchner von der Kriminalpolizei Gotha sagte vor Journalisten, es sei wahrscheinlich, dass die Mutter des Säuglings aus der Nähe von Geschwenda kommt. Dafür spreche der «äußerst abgelegene Fundort» der Leiche. Nicht ausgeschlossen wird, dass es zu einem späteren Zeitpunkt einen Massen-Gentest in Geschwenda und Umgebung geben könnte.

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