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Besonderes Kulturprojekt: Baumskulptur auf Petersberg

11.09.2020 - Der Stahlstamm steht, nun beginnt für Künstler Nihad Dabeet die Arbeit an den Ästen und Blättern des Paradiesbaums. Dem Kunstwerk, das derzeit auf dem Erfurter Petersberg entsteht, soll eine spezielle Bedeutung zukommen.

  • Nihad Dabeet, Künstler aus Israel, arbeitet an den Zweigen des Paradiesbaums. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nihad Dabeet, Künstler aus Israel, arbeitet an den Zweigen des Paradiesbaums. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Stamm für die neue Baumskulptur auf dem Petersberg in Erfurt ist gesetzt. Seit Freitag arbeitet der aus Israel angereiste Nihad Dabeet an dem Werk, das er gemeinsam mit der 86-jährigen Ruth Horam geschaffen hat. «Wir haben eine Sondergenehmigung bekommen, damit Nihad überhaupt kommen durfte», sagte Martin Kranz mit Blick auf die Corona-Reisebeschränkungen. Kranz ist Intendant der Achava-Festspiele und Mitinitiator der Idee, die Skulptur nach Erfurt zu holen.

Eigentlich hätte ein ganzes Team mit dem Künstler anreisen sollen, sagte Kranz. Doch die Pandemie hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun erhält der 45 Jahre alte Dabeet Unterstützung von Erfurter Künstlern. Dabeet selbst sieht den Baum als eine gemeinsame Arbeit zwischen ihm als israelischem Araber und der Israelin Horam - als ein Zeichen des Friedens.

An den Stamm werden noch Äste befestigt. An diesen wiederum sind schon mehrere Kupferstücke angebracht, die Olivenbaumblättern nachempfunden sind. Allerdings sollen in den nächsten Tagen noch weitere Kupferblätter angebracht werden: Interessierte können je ein Doppelblatt kaufen und diese ab Samstag dem Künstler zum Anbringen an den Baum bringen. Mehr als 60 000 Kupferblätter stellten Dabeet und Horam in Israel in Handarbeit her. Auch der Stamm wurde in Israel gefertigt. Über den Seeweg kamen die Einzelteile nach Deutschland.

Der Baum soll etwa acht Meter hoch werden. Damit er nich die Sicht der Gäste des benachbarten Restaurants auf die Stadt stört, werde er die Krone entsprechend ausrichten, betonte Dabeet am Freitag. «Ich kann die Äste anpassen», sagte er auf Englisch.

Zum Ende der jüdisch geprägten Achava-Festspiele am 20. September ist eine Einweihungsfeier für die Skulptur geplant.

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