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Bislang weniger Badetote in Thüringen als 2019

17.09.2020 - In diesem Jahr haben bislang weniger Menschen beim Schwimmen in Thüringer Gewässern ihr Leben verloren als ein Jahr zuvor. In den ersten acht Monaten dieses Jahres zählte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zwei Badetote. Das waren laut Mitteilung von Donnerstag fünf weniger als im Vorjahreszeitraum.

  • Rettungskräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf einem Rettungsboot. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rettungskräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf einem Rettungsboot. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch deutschlandweit sind den DLRG-Zahlen nach weniger Menschen ertrunken: So starben in den ersten acht Monaten 329 Menschen - 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Während der Sommer im Juni und Juli etwas verhaltener gewesen sei, seien im August mit 117 so viele Menschen ertrunken wie seit vielen Jahren nicht. Im Vorjahresmonat waren es 45. Zuletzt lag die Zahl der Ertrunkenen im Sommermonat August im Jahr 2003 höher - damals waren es 129.

«Sobald es heiß wird, gehen die Leute - oft zu sorglos - ins Wasser», warnte DLRG-Präsident Achim Haag. «Die Ursachen sind wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern.» Weil zahlreiche Schwimmbäder coronabedingt geschlossen hatten, hätten sich viele Menschen Alternativen im Freien gesucht.

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 68 Opfern in Bayern. Es starben zumeist Männer, ihr Anteil an den Todesfällen lag bei fast 80 Prozent. Vergleichsweise hoch ist die Zahl der Todesfälle bei den Vor- und Grundschulkindern: In der Altersklasse bis zehn Jahre starben 22 Kinder - wie im Vorjahr. Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse, in den meist unbewachten Binnengewässern sind in diesem Jahr bislang 287 Menschen ertrunken - wie im Vorjahr seien das rund 85 Prozent der Todesfälle.

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