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Bodo Ramelow will im Wahlkampf für Rot-Rot-Grün werben

23.06.2019 - Die Thüringer Linke macht Bodo Ramelow auf einem Parteitag zu ihrem Spitzenkandidaten. Der 63-Jährige ist seit 2014 Ministerpräsident einer rot-rot-grün-geführten Landesregierung und will bei Wählern für dieses Bündnis werben.

  • Bodo Ramelow (Die Linke) spricht bei dem Listenparteitag der Thüringer Linken am Samstag. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bodo Ramelow (Die Linke) spricht bei dem Listenparteitag der Thüringer Linken am Samstag. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Arnstadt (dpa/th) - Thüringens Ministerpräsident und Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow will im Wahlkampf für die Fortsetzung eines Bündnisses aus Linke, SPD und Grünen werben. «Ich, Bodo Ramelow, kämpfe für Rot-Rot-Grün», sagte der 63-Jährige am Rande eines Parteitages der Thüringer Linken in Arnstadt am Sonntag. Seine Kandidatur sei ein Angebot für die Wähler. Zuvor war Ramelow bei dem zweitägigen Parteitag am Samstag mit 97,35 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten seiner Partei gewählt worden.

In einer Rede vor den Delegierten sagte Ramelow, die Erfahrungen aus Thüringen würden dabei helfen, dass es etwa in Bremen die erste westdeutsche rot-rot-grüne Landesregierung geben könne. «Wenn wir als großer Block im Bundesrat sitzen und Stück für Stück mit neuen politischen Modellen den politischen Raum füllen, dann zeigen wir: Dieses Land kann, nein, dieses Land muss sozialer regiert werden», rief Ramelow den Delegierten in Arnstadt zu und erhielt dafür lauten Beifall.

Von den 113 Delegierten stimmten 110 für Ramelow und zwei gegen ihn. Es gab eine Enthaltung. Ramelow ist derzeit Ministerpräsident in Thüringen und führt eine Regierung aus Linke, SPD und Grüne.

Vor fünf Jahren erhielt er 93,2 Prozent der Delegierten-Stimmen. Linken-Chefin Katja Kipping sagte, die Linke im Osten müsse «mehr Bodo Ramelow wagen».

In ihrer Rede nahm Kipping auch Bezug auf den aktuellen Fall um den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Sie rief die hessische Regierung dazu auf, Akten über den «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) öffentlich zu machen. Dabei gehe es auch um Respekt gegenüber Lübcke. «Es ist jetzt die Zeit der lückenlosen Aufklärung, alles muss auf den Tisch - ohne Rücksicht auf irgendwelche Sperrvermerke», sagte Kipping.

Der Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni niedergeschossen worden. Tatverdächtig ist der 45-jährige Stephan E. - die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

Mit Blick auf die Landtagswahl in Thüringen sagte Kipping: «Es geht dabei darum, den ersten Linken Ministerpräsidenten zu verteidigen.»

Die Thüringer Linke-Landespartei- und Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow sagte, mit der Aufstellung der Landesliste wolle man auch demonstrieren, dass die Partei Bodo Ramelow stärke, eine zweite Amtszeit ermöglichen wolle und noch stärker in den Thüringer Landtag einziehen wolle. Sie wurde mit 86,73 Prozent der Stimmen auf Listenplatz zwei gewählt. Sozialministerin Heike Werner nimmt den dritten Rang ein.

Grundsätzlich besetzt die Thüringer Linke ihre Liste paritätisch. Wenn aber ein Mann an der Spitze steht, müssen ihm nach der Wahlordnung der Partei zwei Frauen auf den nächsten Plätzen folgen, wie eine Sprecherin der Linken sagte. Der Vize-Chef des Linken-Landesverbandes, Steffen Dittes, landete auf Platz vier, die Abgeordnete Anja Müller auf Platz fünf und Christian Schaft auf Platz sechs. Agrarministerin Birgit Keller wurde auf den siebten Rang gewählt.

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