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Brandbekämpfung am Bleiloch-Stausee könnte sich hinziehen

24.04.2019 - Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte gegen einen Großbrand im Südosten Thüringens. Das Feuer ist unter Kontrolle, doch bis es gelöscht ist, kann es noch dauern. Am Mittwoch kam dann noch ein weiterer Brand hinzu.

  • Ein Polizeihubschrauber löscht einen Brand im Wald an der Bleilochtalsperre. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeihubschrauber löscht einen Brand im Wald an der Bleilochtalsperre. Foto: Bodo Schackow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Saaldorf/Plaue (dpa/th) - Der Kampf gegen das Feuer in einem etwa 15 Hektar großen Waldstück an der Bleiloch-Talsperre in Südostthüringen könnte sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte noch bis Freitag hinziehen. «Wir setzen große Hoffnungen auf den Hubschrauber der Bundeswehr. Er ist aber erst morgen einsatzbereit», sagte der Kreisbrandinspektor des Saale-Orla-Kreises, Uwe Tiersch, am Mittwoch. Es gebe weiterhin Glutnester, die bislang nicht erreicht werden. «Dort soll der Hubschrauber Wasser abwerfen.»

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) machte sich am Mittwoch aus der Luft ein Bild von der Situation am Bleiloch-Stausee. Nach Angaben eines Sprechers war Maier in einem Polizeihubschrauber unterwegs, der die Glutnester von oben begutachten sollte. Später flog Maier noch zu einem weiteren Brand bei Plaue (Ilm-Kreis), wo am Mittwoch in einem Waldgebiet ein weiteres Feuer ausgebrochen war. Am Mittwochabend war noch unklar, welches Ausmaß der Brand dort hatte. Nach Angaben der Rettungsleitstelle des Ilm-Kreises waren mehrere Feuerwehren im Einsatz.

Das Feuer am Bleiloch-Stausee bei Saaldorf (Saale-Orla-Kreis) war am Ostersonntag ausgebrochen. Zwischendurch galt es als gelöscht, wurde aber vom Wind wieder entfacht.

Das Feuer war am Mittwoch laut Kreisbrandinspektor Tiersch unter Kontrolle. Das Wetter stimme die Einsatzkräfte vorsichtig optimistisch, da es zwar warm, aber nicht besonders windig sei, sagte er. Derzeit werde weiter gelöscht, in der Nacht werde der Brand vor allem beobachtet und im Notfall eingeschritten.

Für das Gebiet war am Dienstag der Katastrophenfall ausgerufen worden. Menschen waren laut Landratsamt nicht in Gefahr. Ein Katastrophenfall werde aber auch ausgerufen, wenn Sachwerte bedroht seien oder eine zentrale Koordinierung der Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen erforderlich sei, teilte die Kreisverwaltung mit.

Bereits in den vergangenen Tagen versuchten auch Hubschrauber der Bundespolizei und der bayerischen Polizei den Brand zu löschen. Außerdem wurde mit Wasser des nahe liegenden Bleiloch-Stausees gelöscht.

Laut Kreisverwaltung ist der Zugang zu dem Gelände für die Brandbekämpfer äußerst schwierig. An den steilen Hängen wurden am Mittwoch unter anderem Höhenretter eingesetzt, um Glutnester zu finden und zu löschen. Die Höhenretter, die mit Seilen gesichert wurden, sollten laut Tiersch auch Totholz entfernen. Laut Tiersch gibt es an den Hängen Buchen, Totholz und trockenes Buchenlaub, weshalb sich das Feuer dort gut ausbreiten konnte. Die anhaltende Trockenheit begünstige den Brand.

Tiersch sagte, man wolle das Gebiet auch noch beobachten, wenn das Feuer am Donnerstag mithilfe des Hubschraubers gelöscht werden könne. «Wir wollen unbedingt auf Nummer sicher gehen», sagte Tiersch.

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